Schüler müssen nun 12 Jahre in die Schule

Aktualisiert

NordkoreaSchüler müssen nun 12 Jahre in die Schule

Die Schulpflicht in Nordkorea wird verlängert. Das hat das Parlament in Pjöngjang beschlossen. Ob Wirtschaftsreformen gebilligt werden, ist noch unklar.

Zum zweiten Mal seit dem Amtsantritt des neuen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-Un ist am Dienstag in der Hauptstadt Pjöngjang das Parlament zusammengetreten. Die Oberste Volksversammlung verlängerte die Schulpflicht von bislang elf auf zwölf Jahre, wie staatliche Medien berichteten.

Die zweite Parlamentssitzung in diesem Jahr sei nach einem Tag beendet worden, ohne dass zunächst weitere Beschlüsse bekanntgemacht worden seien, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Wirtschaftsreformen?

In Südkorea war spekuliert worden, dass das Parlament eine Reihe Wirtschaftsreformen billigen könnte. Auch waren Neubesetzungen im Kabinett und anderen staatlichen Gremien erwartet worden. Das Parlament, das die Beschlüsse der Führung lediglich abnickt, hatte zuletzt im April getagt. Zwei Sitzungen im selben Jahr gelten als ungewöhnlich.

Im April war der knapp 30-jährige Kim Jong-Un bei der Sitzung der Volksversammlung zum Ersten Vorsitzenden der Nationalen Verteidigungskommission ernannt worden. Damit hatte das Regime die Machtübergabe an den Sohn des langjährigen Diktators Kim Jong-Il auch formal abgeschlossen. Unter Kim Jong-Il war die Kommission das wichtigste Entscheidungsgremium. Kim war im Dezember mit 69 Jahren gestorben. (sda)

Deine Meinung zählt