Frankreich kämpft «geheimen Krieg»

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Inoffizielle OperationFrankreich kämpft «geheimen Krieg»

Paris geht offenbar mit Spezialeinheiten in Libyen gegen IS-Terroristen vor. Es handelt sich um eine «inoffizielle Militäraktion».

pat/mch
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«Wir wollen den IS überall zerstören, wo er ist»: Frankreichs Präsident François Hollande. (23. Februar 2016)

«Wir wollen den IS überall zerstören, wo er ist»: Frankreichs Präsident François Hollande. (23. Februar 2016)

Keystone

«Wir werden die Terroristen nicht zerstören lassen, was wir über Jahre und Generationen aufgebaut haben», sagte Frankreichs Präsident François Hollande nach den Terroranschlägen in Paris vom 13. November 2015. «Wir wollen den IS überall zerstören, wo er ist», betonte er Ende November im Weissen Haus.

Nun soll Hollande «inoffizielle Militäraktionen» in Libyen genehmigt haben, wie die Zeitung «Le Monde» berichtet. Das Militär kämpfe dort seit Mitte Februar gegen die Terrormiliz Islamischer Staat, heisst es. Die Zeitung schreibt von «Frankreichs geheimem Krieg in Libyen».

Spezialeinheiten in Libyen

Den Recherchen zufolge ist Frankreich an gezielten Schlägen gegen Anführer des IS beteiligt. Die Angriffe würden vom Boden aus erfolgen. Involviert sind demnach Spezialeinheiten des französischen Militärs und eine Abteilung für verdeckte Aktionen des Verteidigungsministeriums.

Dieses wollte sich gegenüber «Le Monde» nicht zum Bericht äussern. Das Ministerium hatte allerdings bestätigt, dass französische Jets kürzlich Aufklärungsflüge über Libyen durchführten. Aus Kreisen des Verteidigungsministers Jean-Yves Le Drian verlautete, es werde die Quelle des Berichtes gesucht. Man werden wegen «Verletzung des Militärgeheimnisses» ermitteln.

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