2000 Flüchtlinge stürmen den Eurotunnel

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Frankreich2000 Flüchtlinge stürmen den Eurotunnel

In Frankreich haben Flüchtlinge versucht, zum Tunnel unter dem Ärmelkanal vorzudringen, um nach Grossbritannien zu gelangen. Polizei und Sicherheitspersonal hielten sie davon ab.

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Innert fünf Monaten hat sich die Zahl der minderjährigen Flüchtlingen verdoppelt: Eine Frau versucht mit ihrem Kind zum Eurotunnel zu gelangen. (31. Juli 2015)
Auf dem Weg nach Grossbritannien: Flüchtlinge entkommen der französischen Polizei. (30 Juli 2015)
2100 Flüchtlinge haben am Dienstag versucht, durch den Eurotunnel nach Grossbritannien zu gelangen.
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Innert fünf Monaten hat sich die Zahl der minderjährigen Flüchtlingen verdoppelt: Eine Frau versucht mit ihrem Kind zum Eurotunnel zu gelangen. (31. Juli 2015)

kein Anbieter/Rob Stothard/Getty Images

Es sei der grösste Versuch eines Eindringens seit eineinhalb Monaten, sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Eurotunnel der Nachrichtenagentur AFP. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve bestätigte, dass rund 2000 Flüchtlinge versucht haben, den Eurotunnel zu stürmen. Polizisten betonten aber, die Flüchtlinge seien nicht gleichzeitig gekommen, sondern über die Nacht verteilt.

In der Region um die nordfranzösische Stadt Calais, wo der Eurotunnel beginnt, sind den Behörden zufolge rund 3000 Flüchtlinge gestrandet. Sie versuchen, auf Fähren oder durch den Eurotunnel nach Grossbritannien zu gelangen, wo sie auf ein besseres Leben hoffen.

Bei den Versuchen einer heimlichen Einreise nach Grossbritannien kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Allein seit Anfang Juni kamen auf der französischen Seite des Tunnels acht Flüchtlinge ums Leben.

Gesamtes Sicherheitspersonal aufgeboten

In der Nacht auf Dienstag hätten «zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens» fast 2000 Flüchtlinge versucht, auf das Gelände um den Tunneleingang zu gelangen, sagte der Eurotunnel-Sprecher. «Unser gesamtes Sicherheitspersonal, also fast 200 Personen, als auch die Polizei waren gefragt.»

Demnach führte der Vorfall zu Verspätungen im Zugverkehr im Eurotunnel. Medienberichte, wonach mehrere Flüchtlinge verletzt wurden, konnten die Behörden nicht bestätigen.

Die Betreibergesellschaft Eurotunnel verstärkte zuletzt die Sicherheitsmassnahmen in dem Gebiet um den Tunneleingang auf französischer Seite. Wegen der Mehrausgaben – und wegen Zugausfällen und Verspätungen infolge des Flüchtlingsansturms – hat das Unternehmen vergangene Woche von Frankreich und Grossbritannien 9,7 Millionen Euro an Entschädigungen verlangt. (slw/sda)

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