Er schoss und drehte sich wortlos um

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Mord in New YorkEr schoss und drehte sich wortlos um

Zwei Tote und mindestens neun Verletzte: Das ist die Bilanz einer spektakulären Schiesserei vor dem New Yorker Empire State Building. Das Opfer war der Ex-Chef des Schützen.

aeg
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Der 58-jährige Jeffrey Johnson hatte am Freitagmorgen um 9 Uhr seinem Opfer mit einer Waffe des Kalibers 45 mit einem Acht-Schuss-Magazin aufgelauert. Und als Steve Ercolino, der 41-jährige Vizepräsident der Firma, in der Johnson bis vor einem Jahr gearbeitet hatte, in Begleitung einer Mitarbeiterin vor dem Bürohaus erschien, schoss Johnson wortlos drei Mal auf ihn, drehte sich um und ging.

Der «New York Times» erzählt die Frau, die zusammen mit Ercolino unterwegs war: «Ich sah Herrn Johnson hinter einem weissen Van lauern. Ich sah, wie er die Waffe aus seiner Jacke zog und ich dachte ‹Oh mein Gott, der wird ihn erschiessen› und ich wollte umdrehen und Steve wegschubsen. Aber es war zu spät. Steve schrie, Jeff schoss auf ihn und rannte davon.»

Die Polizei schoss sofort

Der Polizeichef von New York präzisierte später, dass Johnson seinem Opfer eine Kugel in den Kopf und zwei in den Körper gejagt habe. Einige Zeugen der Schiesserei verfolgten Johnson, und ein Bauarbeiter alarmierte schliesslich eine Polizeipatrouille. Die beiden Beamten gingen auf Johnson zu, worauf er seine Waffe zog.

Geschossen hat er aber vermutlich nicht mehr. Nach Aussagen der Polizei eröffneten die Beamten sofort das Feuer und erschossen Johnson. Die verletzten Passanten erlitten Streifschüsse durch Abpraller.

Streit mit späterem Opfer

Laut Polizei war der Schütze im vergangenen Jahr als Accessoire-Designer bei der Firma Hazan Imports, die gegenüber des Empire State Buildings eingemietet ist, entlassen worden. Das Opfer ist der Mann, den er für seine Entlassung verantwortlich machte.

Während seiner Zeit bei Hazan Imports hatte Johnson laut Polizei immer wieder Streit mit Ercolino. Er warf seinem Vorgesetzten vor, zu wenig für die Vermarktung der von ihm designten T-Shirts getan zu haben. Bereits im April hatte Johnson Ercolino mit dem Tod gedroht.

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