Armband im TiefschneeSchumi hat sein Glück verloren
Bergretter haben mehr als zwei Wochen nach dem schweren Ski-Unfall das Glücksarmband von Michael Schumacher im Tiefschnee gefunden. Der Formel-1-Star liegt noch immer im Koma.
Weil Michael Schumacher ohne sein Glücksarmband ins Spital eingeliefert wurde, machten sich mehrere Retter auf die Suche danach. Der Talisman wurde schliesslich nahe der Unfallstelle im Tiefschnee gefunden. Das Armband soll ein Geschenk seiner Ehefrau Corinna sein, wie «bild.de» berichtet. Schumi hatte auch bei Formel-1-Rennen häufig einen Glücksbringer dabei.
Schumachers Managerin, Sabine Kehm, hatte sich gestern Freitag zu Wort gemeldet. «Michaels Zustand wird weiterhin als stabil angesehen.» Die Ergänzung «kritisch» fehlte in der Medienmitteilung erstmals.
«Schumacher wird nicht mehr der Alte sein»
Dass sich der Formel-1-Star noch immer im Koma befindet, ist für Neurologe Erich Riederer ein schlechtes Zeichen: «Komapatienten versucht man üblicherweise innert zwei bis drei Wochen aufwachen zu lassen, nachdem die Narkosemittel langsam zurückgefahren worden sind.» Dass diese Massnahme noch nicht eingeleitet worden sei, deute auf eine gravierende Hirnverletzung hin. «Der Ausgang ist völlig ungewiss, Schumacher könnte noch Monate im Koma liegen», sagt Riederer.
Je nach Art und Schwere der Hirnverletzung müsse mit motorischen und kognitiven Einschränkungen gerechnet werden, etwa mit Lähmungen, Sprechstörungen, Lese- oder Rechenschwierigkeiten. «Es kann sein, dass er selbst für die kleinsten Verrichtungen Hilfe braucht», erklärt der Neurologe. Zudem würden Patienten mit vergleichbaren Hirnverletzungen eine Wesensänderung durchmachen: «Schumacher wird nicht mehr der Alte sein.» Es könne zu Introvertiertheit oder sogar zu aggressivem Verhalten kommen, was «für die Angehörigen oft sehr schwierig» zu handhaben sei. Wie gross das Rehabilitationspotenzial sei, könne allerdings erst nach dem Aufwachen beurteilt werden.
Michael Schumacher ist vor rund drei Wochen beim Skifahren in den französischen Alpen schwer gestürzt. Seither liegt er im Spital in Grenoble im Koma. Die Ärzte haben ihn bereits zweimal am Kopf operiert.