Sturm in ArgentinienUmgekippte Bäume und kaputte Fenster
Heftige Unwetter wüteten am Donnerstag in Argentinien. Wegen starkem Hagel und Winden kamen in Buenos Aires mindestens 13 Menschen ums Leben. Häuser brachen zusammen, sogar einige Kinos wurden zerstört.
Bei einem schweren Unwetter sind in Buenos Aires mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Bei Windgeschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde wurden Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt, wie die amtliche argentinische Nachrichtenagentur Telam am Donnerstag meldete.
Mehrere Dutzend Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt. «Wir haben eine riesige Aufgabe vor uns, den Schaden zu reparieren. Wir haben fast 110 umgekippte Bäume», sagte eine Vertreterin der Stadtverwaltung dem argentinischen Fernsehsender Telefe: «Es war höllisch. Sogar einige Kinos wurden zerstört. Etliche Bewohner berichteten über zerbrochene Fensterscheiben», sagte der Umweltminister von Buenos Aires, Diego Santilli, dem Fernsehsender C5N.
Tote wegen Hagel und heftigen Winden
Drei der Opfer starben nach Angaben der stellvertretenden Bürgermeisterin María Eugenia Vidal beim Zusammenbruch ihrer Behausung in einem Elendsviertel. Behördenangaben zufolge kamen vier Menschen bei Hagel und heftigen Winden ums Leben. Ein Mensch sei gestorben als eine Mauer eingestürzt sei, einer kam durch einen Stromschlag ums Leben.
Der Sturm überraschte die Bewohner von Buenos Aires nach einem warmen Tag mit Temperaturen von 30 Grad. Die Temperaturen sanken rapide, als Sturm und Hagel über Buenos Aires losbrachen.
Tropisches Klima in Argentinien
Die Trainingsspiele für das Davis-Cup-Viertelfinale, das ab Freitag in Buenos Aires zwischen Argentinien und Kroatien ausgetragen werden soll, mussten für mehrere Stunden verschoben werden, um das Spielfeld und dessen Umgebung von herabgefallenen Ästen zu befreien.
Der argentinische Meteorologe Osvaldo Canziani, ehemaliges Mitglied des Weltklimarats IPCC, hatte kürzlich gesagt, dass sich das Klima in Buenos Aires von einem gemässigten zu einem tropischen gewandelt habe. Die durchschnittlichen Tiefsttemperaturen seien im letzten Jahrhundert um 2,7 Grad gestiegen.
(Video: Youtube)
(sda)