MikrojobsDie SBB werden zum Nebenjob-Vermittler
Pflanzen giessen oder Haustiere füttern: Das Start-up Jacando vermittelt Nebenjobs für Personen, die auf Reisen sind. Nun bieten auch die SBB den Dienst für ihre Kunden an.
In Kooperation mit Jacando bieten die SBB ab sofort eine Plattform an, auf der Mini- und Teilzeit-Jobs vermittelt werden. Wer ein paar Tage oder länger verreist, kann auf Jacando.com/sbb Personen suchen, die während der Abwesenheit kleine Arbeiten zuhause übernehmen. Umgekehrt können sich Jobsuchende auf dem Portal eintragen und ihre Dienste anbieten.
Jacando verfügt über ein Netz von rund 2000 Personen, die auf dem Portal ihre Dienste anbieten. Dabei handelt es sich laut Website um «zuverlässige und geprüfte Jobber», die solche Aufgaben in Abwesenheit der Hausbesitzer übernehmen. Gemäss Dennis Teichmann, Leiter Marketing bei Jacando, wurden 2013 Neuaufträge im Gesamtwert von über 1,9 Millionen Franken über den Online-Service inseriert.
Die Kooperation kommt nicht von ungefähr: Die SBB befördern zirka eine Million Reisende täglich. Insbesondere bei mehrtägigen Reisen und längeren Aufenthalten stellen sich für verreiste Personen wiederkehrende Fragen, wie beispielsweise die Haustiere und der Garten versorgt werden oder wer auf das Haus aufpasst und den Briefkasten leert.
Nicht nur für Ferienjobs
Neben Privatpersonen können auch Unternehmen mit ihren offenen Stellen auf das Portal zurückgreifen, insbesondere für Temporär- oder Teilzeitjobs. Die Plattform für Geschäftskunden befindet sich unter Business.jacando.com
In einer ersten Phase werden die relevanten Services von SBB- und Jacando-Kunden bewertet sowie weiteres Kundenfeedback gesammelt. Die Bewertung ist bis Mitte März 2014 geplant. Anschliessend sollen die am besten geeigneten Dienste für die SBB-Kunden angeboten und über die Jacando-Plattform abgewickelt werden.
Ähnlich funktioniert auch die Kooperation zwischen Swisscom und Mila.com, bei der eine Art Nachbarschaftshilfe für TV, mobile Geräte, Computer, Netzwerk und Internet gegen Bezahlung vermittelt wird. Auf Swisscomfriends.ch können sogenannte «Swisscom Friends» engagiert werden, die kleinere Arbeiten übernehmen und bei technischen Problemen und Installationen helfen können.
Bisher wird das im letzten November eingeführte Angebot eher mässig genutzt: 450 Anbieter stehen 250 Suchanfragen gegenüber. «Für Swisscom sind die Swisscom Friends lediglich ein weiterer Kanal, um den Kunden bei Problemen helfen zu können. Wir haben mit dem ähnlichen Service Kunden helfen Kunden auf unserer Support-Community-Website sehr gute Erfahrungen mit solchen Hilfestellungen gemacht», sagt Swisscom-Mediensprecher Olaf Schulze. Der Swisscom-Dienst ist ein Pilotprojekt und zurzeit nur im Raum Zürich verfügbar.
Weil die Vögel es nicht von den Dächern zwitschern
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