«Who Killed Johnny?» wird zur Kinoleiche

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Gefloppt«Who Killed Johnny?» wird zur Kinoleiche

Gerade einmal 300 Leute sahen sich am Startwochenende den Schweizer Film «Who Killed Johnny?» im Kino an. Ein Totalflopp.

Isabelle Riederer
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Isabelle Riederer

Das Regiedebüt von Yangzom Brauen entwickelt sich an den Kinokassen zum Totschläger. Keiner will «Who killed Johnny?» sehen, dabei ist der Low-Budget-Film (ca. 40'000 Franken) aus der Feder der Schweizerin ziemlich gut. Solide Regie, witzige Szenen, toller Schnitt, grandiose Filmmusik und Schauspieler, die sich selbst mit viel Überzeugung spielen.

Doch keines der Argumente überzeugte und lockte die Besucher nach dem Kinostart am Donnerstag, dem 4. Juli, in die Kinosäle. Insgesamt sahen 600 den Film, aber nur 300 bezahlten auch dafür - der Rest waren Premierengäste.

«Ich habe gehofft, dass es mehr sind»

Für Filmverleiher Jonas Frei von Moviebiz eine herbe Enttäuschung. «Der Start war nicht ideal. Ich habe schon gehofft, dass es mehr sind.» Doch nicht nur das schöne Wetter und das Zürifäscht sind seiner Ansicht nach schuld: «Schweizer Filme haben es einfach schwer beim heimischen Publikum», sagt Frei und hat gar nicht mal so unrecht.

Zum Vergleich: Michael Steiners «Das Missenmassaker» sahen sich am Startwochenende im August 2012 knapp 7720 Kinobesucher an. Bei einem Budget von rund 3.2 Millionen Franken eine Katastrophe. Auch den Schweizer Horror-Streifen «One Way Trip 3-D» schauten sich am ersten Wochenende im September 2011 gerade mal 8499 Schweizer an. Noch schlechter erging es dem Streifen «Hard Stopp». Das Pseudo-Porno-Drama vom letzten Sommer schauten sich gerade mal 248 Leute an.

Trotz Flopp Fortsetzung geplant

Für die 33-jährige Regisseurin selbst sind diese Zahlen kein Beinbruch: «Ich habe es nicht anders erwartet. Ich bin schon stolz, dass wir es ins Kino geschafft haben mit unserem Film.» Fest steht auch, dass es garantiert eine Fortsetzung geben wird. Denn: «Die Zuschauerzahlen waren nie ausschlaggebend ob wir weitermachen oder nicht. Eine Fortsetzung ist nur abhängig von der Finanzierung», sagt Brauen gegenüber 20 Minuten.

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