Herbert Grönemeyer«Das ist doch verbale Brandstiftung»
In der ARD-Talkshow «Günther Jauch» ging es am Sonntag um die Flüchtlingskrise. Einer der Gäste war Herbert Grönemeyer – er teilte in der Sendung kräftig aus.
Günther Jauch machte in seiner Sonntagabend-Talkshow den Auftakt zur ARD-Themenwoche «Heimat» – der Begriff soll dabei in verschiedensten Facetten beleuchtet werden. Mit «Flüchtlingsrepublik Deutschland – wo liegen unsere Grenzen?» kam am Sonntagabend ein aktuelles Thema zur Sprache.
Eingeladen war nebst anderen prominenten Köpfen wie Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar (56) und Kanzleramts-Chef Peter Altmaier (57) auch Sänger Herbert Grönemeyer. Der 59-Jährige plädierte unter anderem dafür, dass jeder Deutsche eine Patenschaft für einen Flüchtling übernimmt: «Da stehen wir einem Menschen gegenüber.»
Reichensteuer zugunsten von Flüchtlingen
Grönemeyer gab sich – ähnlich wie Til Schweiger im August bei «Menschen bei Maischberger», er sagte damals zu einem CSU-Politiker: «Sie gehen mir auf den Sack!» – ziemlich angriffslustig. Er attackierte etwa den bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer frontal: «Das ist doch verbale Brandstiftung, was der Seehofer macht.» Der CSU-Chef kritisierte jüngst die offene Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel.
Schliesslich brachte Grönemeyer auch die Idee einer Reichensteuer, deren Einnahmen Asylsuchenden zugute kommen würden, ins Spiel. «Man kann sich auch überlegen, ob man nicht den Besserverdienern in Deutschland etwas ans Geld geht.» Über eine solche Idee lässt sich durchaus diskutieren – besonders glaubwürdig ist der Vorschlag indes nicht: Herbert Grönemeyer wohnt seit mehreren Jahren in London.