Neuer «Tatort»Das kann man von «Skalpell» erwarten
Pfingstmontag wird der zweite Luzerner «Tatort» ausgestrahlt.
20 Minuten hat «Skalpell» schon gesehen.

Delia Mayer und Stefan Gubser. (SRF/D. Winkler)
Die Handlung: Was erst nach einem Beziehungsdelikt im Ärzte-Milieu aussieht, entpuppt sich als ein Drama um intersexuelle Kinder (Hermaphroditen). Ein geradezu klassischer «Tatort»-Plot, das Drehbuch von Urs Bühler ist weitaus ausgereifter als das der ersten Luzerner Folge «Wunschdenken».
Die Hauptfiguren: Neu stösst die Polizistin Liz Ritschard, gespielt von Delia Mayer, zum Team von Kommissar Flückiger. Diese passt viel besser auf eine Schweizer Polizeistation als Vorgängerin Sofia Milos.
Die Nebenfiguren: Eine grosse Qualität von «Skalpell» ist, dass selbst kleinere Rollen überzeugend besetzt sind. Besonders Jessy Oswald sticht in der Rolle des intersexuellen Teenagers Alme Krasnici heraus.
Die Atmosphäre: Hier hat Regisseur Tobias Ineichen hervorragende Arbeit geleistet. Der Film wirkt bedrückend und mitreissend – ohne dass zu dick aufgetragen wird.
Die Stadt: Luzern Tourismus kann sich freuen – in Luzern scheint tatsächlich einmal die Sonne. Trotzdem wird die Stadt nicht zu kitschig in Szene gesetzt.
Die Synchronisation: 20 Minuten hat nur die Schweizer Fassung gesehen. Doch sowohl Delia Mayer als auch Tobias Ineichen betonen, dass die Hochdeutsch-Synchronisation nicht mehr im übertriebenen Kuhdeutsch gestaltet wurde.
«Tatort»-Mördersuche legt Seite lahm
Am Sonntag mussten sich die Zuschauer nach dem «Tatort» selbst auf die Suche nach dem Mörder machen im Internet: Der Killer wurde erstmals nicht am TV ermittelt, sondern in einem Online-Spiel. Der Tatort.de-Server hielt dem Andrang aber nicht stand und brach laut Bild.de zusammen. Mittlerweile scheint das Problem behoben bis Samstag kann noch mitgetippt werden.