WeihnachtsklassikerDie Asche brödelt immer noch
Eigentlich erstaunt es nicht: Der Lieblingsfilm der 20 Minuten-Leserschaft ist «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel». Zeit, der tschechischen Cinderella auf den Grund zu gehen.
Wer zur Weihnachtszeit den Fernseher anzappt, sieht keine Verfilmung von Jesus' Geburt in Bethlehems Stall, sondern Adventszeit-Klassiker wie «Kevin allein zu Haus», «Der Grinch» oder «Gremlins». Was lag also näher, als ein Duell der Weihnachtsklassiker?
Auf Platz eins der ultimativen Weihnachtsfilme haben Sie, liebe Leser – als hätte man es nicht schon von vornherein erahnen können – «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» gewählt. Auf den zweiten Platz schaffte es «Kevin allein zu Haus», gefolgt von «The Santa Clause» mit Tim Allen. Während die beiden Streifen auf den Rängen zwei und drei typische Weihnachtsfilme sind, erfreut sich der Märchenfilm aus der ehemaligen Tschechoslowakei auch ohne eindeutigen weihnachtlichen Bezug grosser Beliebtheit: Gleich 14 Mal wird der erfolgreichste Weihnachtsfilm aller Zeiten in der Weihnachtszeit im deutschsprachigen Fernsehen zu sehen sein.
Und wenn sie nicht gestorben ist, dann ...
Alles begann am 1. November 1973, als «Ti oíšky pro Popelku», so der Originaltitel, in der Tschechoslowakei zum ersten Mal ausgestrahlt wurde. Gedreht wurde der Film übrigens nicht nur in Orten rund um Prag, sondern auch im Schloss Moritzburg bei Dresden – an jenem Ort, wo das Aschenbrödel den Prinzen verzauberte und auf der Treppe einen Schuh verlor.
Das bezaubernde Ende der Geschichte kennt jeder. Was aber wurde aus der Hauptdarstellerin Libuše Šafránková? Die Schauspielerin ist inzwischen 59 Jahre alt, hat 60 Filme produziert und eine Familie gegründet. Auch wenn die Rolle des Aschenbrödels sie berühmt gemacht hat, will sie ihre Vergangenheit als tschechische Cinderella hinter sich lassen. «Der Film gehört zu meinem Leben», zitiert die «Bild»-Zeitung Šafránková. «Aber Aschenbrödel ist nicht mein Leben.»
Die Schauspieleri hat Libuše dennoch nicht aufgegeben. Der folgende YouTube-Clip gibt Ihnen nun die Antwort auf die Frage, die Sie sich bestimmt schon seit Jahren stellen: Wie sieht «Aschenbrödel» heute aus? Voilà:
Libuše Šafránková in einer tschechischen Komödie.