Anteil der Banken am BIP immer geringer

Aktualisiert

BruttoinlandproduktAnteil der Banken am BIP immer geringer

Die Banken sind eine wichtige Stütze der Schweizer Wirtschaft doch ihre Bedeutung sinkt, ihr Anteil am Bruttoinlandprodukt wird immer geringer.

Die Bedeutung der Schweizer Banken schrumpft.

Die Bedeutung der Schweizer Banken schrumpft.

Die Wertschöpfung der Schweizer Banken sinkt kontinuierlich: Ende 2012 betrug sie noch 35 Mrd. Franken, was einem Anteil am Bruttoinlandprodukt (BIP) von knapp 6 Prozent entspricht. Auf dem Höhepunkt 2001 hatte sich der Anteil noch auf rund 9 Prozent belaufen.

Andere Studien gehen von einer noch tieferen Wertschöpfung aus, wie das Wirtschaftsmagazin «ECO» des Schweizer Fernsehens SRF am Montag in einer Vorabmeldung schrieb. So kommt die Konjunkturforschungsstelle Liechtenstein im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zum Schluss, dass der Anteil des Bankensektors am BIP nur 4 Prozent beträgt.

Weniger Banken

Der Grund für die Differenz sind die Risikoprämien: Die Konjunkturforschungsstelle Liechtenstein bezieht laut «ECO» einen Teil der Zinserträge nicht in die Wertschöpfung ein, da diese für später anfallende Kosten zurückgelegt werden müssen, zum Beispiel für den Fall, wenn ein Kredit nicht zurückbezahlt wird. Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) kritisiert gegenüber dem Magazin diese Methode und verweist auf internationale Standards bei der Berechnung.

Gesunken ist auch die Zahl der Banken in der Schweiz. Detaillierte Informationen zum Sektor wird die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Donnerstag ihren Bericht «Die Banken in der Schweiz 2012» veröffentlichen. (sda)

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