Schweizer haben über eine halbe Million Vermögen

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Global Wealth ReportSchweizer haben über eine halbe Million Vermögen

Hierzulande besitzen Erwachsene im Schnitt so viel Geld wie in keinem anderen Land der Welt. Auch bei der Anzahl Millionäre kann die Schweiz vorne mithalten.

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Die Zahl der Reichen ist erneut gestiegen. Die Credit Suisse zeigt in ihrem neusten Global Wealth Report 2017, in welchen Ländern die meisten Millionäre wohnen.
Rang 23 für Argentinien mit 30'000 Millionären. Das soll aber nicht so bleiben. Laut Credit Suisse soll es in fünf Jahren 68'000 geben. Das ist eine Zunahme von 127 Prozent.
In Mexiko leben 84'000 Millionäre – Platz 22.
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Die Zahl der Reichen ist erneut gestiegen. Die Credit Suisse zeigt in ihrem neusten Global Wealth Report 2017, in welchen Ländern die meisten Millionäre wohnen.

Keystone/Christian Beutler

Nirgendwo auf der Welt haben die Menschen so viel Geld wie in der Schweiz. Im Schnitt hat aktuell jeder Schweizer Erwachsene ein Vermögen von 537'000 Dollar – inklusive Aktien, Pensionskassen, Immobilien und Autos. Damit hat sich das Vermögen seit der Jahrtausendwende um 130 Prozent erhöht. Das schreibt die Credit Suisse in ihrem Global Wealth Report.

Grund für den Anstieg ist vor allem die Aufwertung des Frankens gegenüber dem Dollar zwischen 2001 und 2013. In Franken gesehen stieg das Vermögen der privaten Schweizer Haushalte seit 2000 um mehr als ein Drittel. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von 1,8 Prozent. Zum Vergleich: Australien belegt beim Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem mit 402'600 Dollar Platz zwei, die USA mit 388'600 Dollar Rang drei.

Knapp jeder Zehnte ein Millionär

Auch beim mittleren Vermögen steht die Schweiz mit 229'000 Dollar pro Erwachsenem an der Spitze – noch vor Australien mit 195'400 Dollar. Damit ist die Schweiz für 1,7 Prozent des obersten Prozents der weltweiten Vermögensbesitzer verantwortlich. Das sei für ein Land mit nur 0,1 Prozent der Weltbevölkerung «bemerkenswert», schreibt die Credit Suisse. Im Ländervergleich sind die Schweizer auch bei den Schulden vorne dabei: Im Schnitt hat jeder Erwachsene 140'500 Dollar Schulden.

Laut dem Bericht haben zwei Drittel der Schweizer Erwachsenen dennoch ein Vermögen von mehr als 100'000 Dollar. 8,8 Prozent sind Dollar-Millionäre.

Super-Reiche verfünffachten sich

So spielt die Schweiz auch bei der Anzahl Millionäre im internationalen Vergleich vorne mit. Aktuell leben hierzulande 594'000 Millionäre. Damit belegt die Schweiz im internationalen Vergleich den 11. Rang. Die Credit Suisse schätzt, dass in der Schweiz 2780 Super-Reiche mit einem Vermögen von über 50 Millionen Dollar wohnen.

Weltweit erhöhte sich die Zahl der Millionäre seit 2000 um 170 Prozent, während sich die Zahl der Super-Reichen verfünffachte. Die Zusammensetzung im Club der Millionäre verändert sich schnell: Noch im Jahr 2000 befanden sich nicht weniger als 98 Prozent der Millionäre in Ländern mit hohem Einkommen. Seither sind 23,9 Millionen «neue Millionäre» hinzugekommen, von denen 2,7 Millionen oder 12 Prozent aus Schwellenländern stammen.

Gewinne an den Börsen treiben Vermögen an

Bis 2022 rechnet die Credit Suisse mit einer Zunahme der Zahl der Millionäre um knapp ein Viertel von heute 36 Millionen auf 44 Millionen Menschen. Im gleichen Zeitraum dürfte die Zahl der Super-Reichen um 45'000 auf 193'000 Personen steigen. In welchen Ländern die meisten Millionäre leben, sehen Sie in der Bildergalerie oben.

Das weltweite Gesamtvermögen stieg innerhalb eines

Jahres bis Mitte 2017 um 16,7 Billionen Dollar oder 6,4 Prozent auf 80 Billionen Dollar – so stark wie zuletzt 2012. Grund sind unter anderem die Gewinne an den Aktienmärkten.

USA mit grösstem Vermögensaufbau

Weltweiter Spitzenreiter beim Vermögensaufbau sind nach wie vor die USA. Der Zuwachs beim Vermögen in den letzten zwölf Monaten betrug 8,5 Billionen Dollar – das ist die Hälfte des gesamten weltweiten Vermögenszuwachses. Im Ländervergleich der Vermögenszuwächse eroberten die USA ihren gewohnten ersten Platz zurück, wobei der Anstieg dort fünfmal so hoch war wie im zweitplatzierten China mit 1,7 Billionen Dollar.

Weniger Glück beim Vermögenszuwachs hatten in den vergangenen Jahren laut Credit Suisse die sogenannten Millenials, also diejenigen, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind. Diese Generation war nicht nur von Kapitalverlusten durch die globale Finanzkrise betroffen, sondern in der Folge auch unmittelbar von Arbeitslosigkeit, erhöhter Einkommensungleichheit sowie höheren Immobilienpreisen oder verschärften Hypothekarregeln. Auch der Zugang zur Altersvorsorge wird mit grösseren Herausforderungen verbunden sein als bei ihren Vorgängern.

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