Bushido und Sido flirten mit den Illuminaten

Aktualisiert

Obskure SymbolikBushido und Sido flirten mit den Illuminaten

Sido und Bushido geben sich gerne gefährlich. Geniessen sie den Schutz einer geheimen Organisation? Ihr neues Video ist aufgeladen mit Zeichen, die Fragen aufwerfen.

Niklaus Riegg
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Niklaus Riegg

Gehören Sido und Bushido zu den Freimaurern? Oder suchen sie einfach wieder einmal die Provokation? Seit der Veröffentlichung des Trailers zu ihrem gemeinsamen Album «23» reissen die Spekulationen in deutschen Rap-Foren nicht ab.

Der Trailer zu «23»

Quelle: YouTube

Das ist auch kein Wunder. Mit kaum versteckter Symbolik flirten die beiden Berliner mit den Freimaurern und den Illuminati. So ist etwa zu sehen, wie ihnen ein Mann ein Dokument aushändigt, auf welchem die Eule – das Tier der Illuminaten – abgebildet ist. Verwoben mit der Eule ist das Symbol der Freimaurer: Zirkel und Winkel. So zieht sich durch den ganzen Trailer bedeutungsschwangere Symbolik (siehe Bildstrecke).

Freimaurer-Orgie

Damit nicht genug. Auch in ihrem neuesten Video-Clip zur Single «So mach ich es» ist Sido zu sehen, wie er an der Orgie einer Freimaurerloge teilnimmt. Blutiger Sex und Symbolik inklusive. Die unzensierte Version des Videos ist auf Youtube dementsprechend erst ab 18 Jahren freigegeben.

23: «So mach ich es»

Alleine der Albumtitel «23» ruft die Anhänger von Verschwörungstheorien auf den Plan. Die Dreiundzwanzig gilt als die Zahl der Illuminaten. Im Interview mit «Mixery Raw Deluxe» meinten Sido und Bushido, dass sie das Album so genannt haben, weil sie zusammen schon 22 Alben veröffentlicht haben – und dies jetzt ihr dreiundzwanzigstes sei. Wenn man in der Diskografie der beiden wühlt, muss man jedoch sehr viel Kreativität beweisen, um tatsächlich auf genau diese Zahl zu kommen.

Plumpe Provokation

Angesichts der kruden Vermischung der Symbole dürften die Videos ohnehin eher als Provokation gemeint sein. Sido und Bushido haben mit ihren Gangster-, Sex- und Gewaltphantasien sonst schon so gut wie jedes Tabu gebrochen – jetzt sind halt die Verschwörungstheorien dran. Wären sie tatsächlich Mitglied bei den Geheimgesellschaften, würden sie kaum so offen damit kokettieren. Ausser sie hätten das Wort «geheim» in Geheimgesellschaften nicht ganz begriffen.

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