Koh Samui«Es ist unangenehm, mehr nicht»
Die Lage auf Koh Samui entspannt sich langsam. Hotelier Peter Kaelli über die Situation in Thailand.

Verschmutzter Strand auf Koh Samui nach den heftigen Regenfällen. (Foto: epa)
Sturm, Regen, Überschwemmungen. Und das in dieser Jahreszeit. Hätte man damit rechnen können?
Peter Kaelli: Es ist eigentlich Trockenzeit hier – diese Wettersituation ist mehr als nur überraschend. Praktisch der ganze Süden des Landes ist von dieser Ausnahmesituation betroffen.
Eine grosse deutsche Zeitung schrieb: «Lebensgefahr für Touristen». War es so gefährlich?
Auf gar keinen Fall. Natürlich, wenn man bei diesem Wellengang schwimmen geht oder mit dem Töff auf überfluteten Strassen fährt und dann in ein Schlagloch gerät, dann nimmt man ein grosses Risiko in Kauf. Doch sonst ist es für die Touristen einfach unangenehm. Mehr aber nicht.
Wie präsentiert sich die Lage aktuell auf Koh Samui?
Sie entspannt sich zusehends. Der Flughafen ist wieder geöffnet. Die Fähren und Schiffe fahren auch wieder. Schon heute ist die Situation massiv besser als noch gestern.
Was bedeutet die Ausnahmesituation für den Tourismus? Sie selber betreiben ja vier Hotels alleine auf Samui.
Im Moment gibt es natürlich Stornierungen. Das ist auch verständlich. Die Leute sehen die Bilder und wollen dann halt nicht kommen. Längerfristig wird diese schlechte Phase aber bestimmt keinen grossen Effekt haben.

Thailands Marine holt gestrandete Urlauber
Nach schweren Unwettern hat die thailändische Marine Touristen mit Helis und Kriegsschiffen von abgelegenen Inseln gerettet. Mehr als 700 Reisende verbrachten die Nacht auf gestern an Bord des Flugzeugträgers HTMS Chakri Naruebet. Sie hatten auf der Insel Koh Tao Ferien gemacht. Mehr als 100 weitere Touristen wurden von anderen Inseln geholt, darunter Koh Phangan. Das thailändische Fernsehen zeigte besorgte Eltern mit ihren Kindern und lächelnde Rucksackreisende an Bord des Flugzeugträgers. Unter den Geretteten waren Amerikaner, Australier, Franzosen, Briten und Russen. Heftiger Regen hatte in Südthailand Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst, die mindestens 17 Menschen das Leben kosteten.