Irakische Rebellen wollen Sarkawi loswerden
Irakische Rebellen haben dem jordanischen Extremisten Abu Mussab al Sarkawi mit dem Tod gedroht, falls er nicht umgehend das Land verlässt.
Sarkawi ermorde unschuldige Iraker und entehre den Islam, hiess es in einer Videobotschaft mit fünf bewaffneten und maskierten Männern, die am Dienstag der Sender Al Arabija ausstrahlte.
«Sarkawi und seine Anhänger müssen Irak sofort verlassen. Ebenso jeder, der ihn und seine Verbrechen versteckt», sagte einer von ihnen im Namen einer bisher nicht bekannten Erlösungsbewegung. Die in dem Film gezeigten Männer tragen arabische Kopftücher und stehen neben Panzerfäusten, Granaten und Gewehren. «Wir schwören zu Allah, dass wir die Entführung und Ermordung Sarkawis und seiner Anhänger vorbereiten und sie unserem Volk als Geschenk übergeben wollen», sagt einer der Männer mit irakischem Akzent. «Das ist die letzte Warnung.»
Sarkawi soll Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida haben. Er bekannte sich zu einer Serie blutiger Anschläge mit mehr als hundert Toten in Irak. Ihm zugeordnete Extremistengruppen bezichtigten sich der Enthauptung eines amerikanischen Geschäftsmannes und eines südkoreanischen Übersetzers. Am Montag bombardierten US-Flugzeuge zum fünften Mal seit Mitte Juni ein Gebäude in Falludscha, in dem sich Sarkawi oder seine Gefolgsleute aufgehalten haben sollen. Dabei kamen 15 Menschen ums Leben. (dapd)