Ramadan«Der Islam war immer ein Teil Amerikas»
US-Präsident Barack Obama hat in seiner Botschaft zum Ramadan den Islam als vielfältige und tolerante Religion gewürdigt.
Zu Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan hat US-Präsident Barack Obama eine Grussbotschaft an die 1,5 Milliarden Muslime auf der Welt gesendet. «Der Ramadan feiert eine Religion, die für ihre grosse Vielfalt und die Gleichheit zwischen den Rassen bekannt ist», sagte Obama in einer am Mittwoch vom Weissen Haus veröffentlichten Erklärung. Der Präsident würdigte darin zugleich die Rolle, die Muslime in der Gesellschaft der USA spielen: «Der Islam war immer ein Teil Amerikas.»
Obama, dessen kenianischer Grossvater Muslim war, bemüht sich um eine Annäherung der USA an die islamischen Länder. In einer viel beachteten Rede in Kairo hatte der US-Präsident im Juni 2009 der muslimischen Welt einen Neubeginn angeboten. In seiner Ramadan- Botschaft wünschte er den Muslimen in aller Welt nun «einen gesegneten Monat».
Der Ramadan hat für den Grossteil der Muslime am Mittwoch begonnen. Neben europäischen Ländern wie Deutschland und Frankreich begann die traditionelle Fastenzeit für die Gläubigen auch in sunnitisch geprägten Staaten wie Ägypten, Saudi Arabien und Indonesien. In schiitisch geprägten Ländern sowie in Pakistan und Indien beginnt der Fastenmonat erst am Donnerstag.
Der Ramadan zählt als eine der fünf Säulen des Islam zu den Grundpflichten der Gläubigen. Muslime dürfen während dieser Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang weder essen noch trinken.
Während der Fastenzeit sind auch das Rauchen und Geschlechtsverkehr verboten. Jeden Abend findet das Fastenbrechen statt. Vom Fasten ausgenommen sind Kinder, Frauen während der Schwangerschaft oder der Menstruation, Kranke und Reisende. (sda)