Grossbritannien weist israelischen Diplomaten aus

Aktualisiert

Mossad AttentatGrossbritannien weist israelischen Diplomaten aus

Israel gerät in Grossbritannien und Frankreich wegen des mutmasslichen Attentats des Geheimdienstes Mossad auf einen Hamas-Funktionär immer mehr unter die Räder. Grossbritannien hat den israelischen Diplomaten ausgewiesen und Frankreich eröffnet Ermittlungen.

Wegen der gefälschten Pässe im Zusammenhang mit der Ermordung eines Hamas-Führers in Dubai durch den Mossad verweist Grossbritannien den israelischen Diplomaten des Landes. Die Verantwortung Israels für den Mord sei «bewiesen», sagte Grossbritanniens Aussenminister am Dienstag.

Aussenminister David Miliband sagte am Dienstag vor dem Unterhaus, Ermittlungen hätten gezeigt, es gebe «zwingende Gründe zu glauben, dass Israel verantwortlich ist».

Die Mörder benutzten ausländische Pässe zur Einreise. Die Polizei des Emirats beschuldigt den israelischen Geheimdiensts Mossad, hinter der Tat im Januar zu stecken und spricht von mindestens 26 Verdächtigen. Die gefälschten Pässe sollen die Kennzeichnung mehrerer europäischer Staaten und Australiens tagen. Israel hat sich bislang geweigert, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Wie zuvor die Briten haben unterdessen auch die Franzosen Ermittlungen wegen des Falls eingeleitet. Ein Justizsprecher sagte am Dienstag, es gebe um Fälschung und Identitätsdiebstahl. (dapd)

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