Scharmützel bei antifaschistischem Spaziergang

Aktualisiert

BERNER BAHNHOFSFESTScharmützel bei antifaschistischem Spaziergang

Polizei und Demonstranten hielten sich am Antifaschistischen Abendspaziergang zurück. Brenzlig wurde es, als Rechtsradikale aufkreuzten.

Lorenz Hanselmann
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Lorenz Hanselmann

Noch immer sind die Bilder von den Krawallen vom 6. Oktober in den Köpfen der Menschen präsent. Entsprechend gross war in den Tagen vor dem 8. Antifaschistischen Abendspaziergang am Samstag die Angst vor neuen Ausschreitungen – zumal der Demonstrationsumzug bei der unbewilligten Kundgebung auf die Besucher des Bahnhofplatzfestes zu treffen drohte.

Die rund 500 teilweise vermummten Demonstranten, die sich gegen 20.30 Uhr vom Bärenplatz aus in Bewegung setzten, verhielten sich allerdings wider Erwarten ruhig. Zwar wurden Petarden und Pyros gezündet, der Umzug durch die Altstadt und das Breitenrainquartier verlief jedoch ohne Zwischenfälle.

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort, liess den Umzug aber gewähren. Die Antifa verzichtet deshalb auf eine erneute Kundgebung am 7. Juni. Erst als die Demonstranten beim Bollwerk auf eine Gruppe von rund 30 Rechtsradikalen trafen, griff die Polizei ein und stellte sich zwischen die Blöcke. Die Euro-Hauptprobe ist der Kantonspolizei damit geglückt. Die Stadt Bern stellt ihr jedenfalls ein gutes Zeugnis aus: Die Sicherheit der Festbesucher sei gewährleistet gewesen und der Einsatz «mit Augenmass» geführt worden.

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