Sanktion?Kein Shell-Benzin mehr für den Iran
Der Ölkonzern Shell hat seine Benzinlieferungen an den Iran gestoppt. Die Gründe sind unklar.
«Wir verkaufen derzeit kein Benzin an den Iran», erklärte am Mittwoch ein Unternehmenssprecher in Den Haag. Wann der Lieferstopp verhängt wurde und ob er mit den politischen Forderungen nach schärferen Sanktionen gegen Teheran zusammenhängt, wollte der Sprecher nicht sagen.
Medienberichten zufolge haben auch die niederländisch-schweizerische Vitol Holding, die niederländische Ölhandelsfirma Trafigura und der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore International den Verkauf von Benzin an den Iran eingestellt.
US-Gesetz soll Benzinverkauf stoppen
In den USA wird derzeit über einen Gesetzentwurf debattiert, mit dem der Zugang zum US-Markt für Firmen gesperrt werden soll, die dem Iran raffinierte Ölprodukte liefern. Der Iran ist zwar ein bedeutender Rohölproduzent, hat aber nicht genug Kapazitäten, es selbst zu Produkten wie Benzin zu verarbeiten. (dapd)