ÖlpestDefektes Steigrohr abgesägt
Mithilfe von Unterwasserrobotern gelang es, die beschädigte Steigleitung abzusägen, aus der im Golf von Mexiko seit Wochen Öl austritt.
Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko hat der Ölkonzern BP einen Teilerfolg erzielt: Mithilfe von Unterwasserrobotern gelang es am Donnerstag, die beschädigte Steigleitung abzusägen, aus der seit Wochen Öl austritt. Um das Leck provisorisch zu schliessen, sollte noch am Donnerstag ein Ventil auf dem Rohr angebracht werden. Nach Angaben der Küstenwache dürfte dies allerdings schwierig werden. Die Schnittfläche sei unsauber, teilte ein Sprecher mit.
Zuvor blieb bei den Arbeiten eine Säge stecken. Es dauerte dann zwölf Stunden, sie wieder freizubekommen, wie BP-Sprecher Mark Proegler erklärte.
Teuerster Ölunfall
Zuvor hatten erste Schlieren der Ölpest die Küste Floridas erreicht. Auch Barrieren könnten das Öl wohl kaum vollständig von den Stränden fernhalten, hiess es. Südwestwinde treiben den Ölfilm immer näher. Zudem hat die Hurrikan-Saison begonnen. Florida wäre nach Louisiana, Alabama und Mississippi der vierte von der Ölkatastrophe betroffene US-Staat. Es wird vermutet, dass das Öl am Freitag die Strände erreicht.
Die Kosten für die Beseitigung der Schäden durch die Ölkatastrophe sind inzwischen auf mehr 123 Millionen Dollar gestiegen. Damit ist das Unglück vom 20. April zum teuersten Ölunfall in der Geschichte der USA geworden. Nach der Havarie des Tankers «Exxon Valdez» 1989 beliefen sich die Kosten zur Beseitigung der Schäden auf 121 Millionen Dollar.
(sda)
Teurer als «Exxon-Valdez»-Unglück
Die Kosten für die Beseitigung der Schäden durch die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sind inzwischen auf mehr 123 Millionen Dollar (142 Millionen Franken) gestiegen. Damit ist das Unglück auf der Bohrinsel «Deepwater Horizon» vom 20. April zum teuersten Ölunfall in der Geschichte der USA geworden. Nach der Havarie des Tankers «Exxon Valdez» 1989 beliefen sich die Kosten zur Beseitigung der Schäden auf 121 Millionen Dollar. Dabei ist allerdings die Inflation nicht miteinberechnet, wie das National Pollution Funds Center mitteilte, das Geld aus den Steuern der Ölkonzernen zur Beseitigung möglicher Schäden verwaltet. (ap)