Frauen und Alte werden krimineller

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FuturologieFrauen und Alte werden krimineller

Die Zukunft der Kriminalität ist betagt und weiblich: Laut Futurologen werden Verbrecherinnen und Seniorengangster schon bald keine Seltenheit mehr sein.

Deborah Rast
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Deborah Rast

Die Kriminalität in der Schweiz wird im Laufe des 21. Jahrhunderts zunehmen. «Dies weil sich immer mehr Rentner und Frauen für den Weg des Unrechts entscheiden werden», sagte Futurologe Dr. Andreas M. Walker am Mittwoch in einem Referat am Polizeiinformatikkongress SPIK in Zürich.

«Besonders Frauen werden in der Zukunft immer öfter zu Täterinnen», sagt Walker. «Durch ihre typischen Fähigkeiten wie Kreativität und Intuition könnten sie sich sogar zu besseren Verbrechern entwickeln.» Das Gefährlichkeitspotenzial der Frau werde heute massiv unterschätzt, sagte Walker vor versammeltem Polizeikader aus der ganzen Schweiz. Die Emanzipation, die typische Rollenbilder verschwinden lässt, mache Frauen zudem die Entscheidung, kriminell zu werden, leichter. «Auch kriminelle Senioren dürften zunehmend zum Problem werden», sagt Walker. Im Jahr 2050 sei mit einer Lebens­erwartung von 100 Jahren zu rechnen. Ältere Menschen blieben immer länger geistig und körperlich fit. Gleichzeitig dürfte aber ein gros­ser Teil dieser fitten Rentner zunehmend verarmen.

Die Folge: «Senioren gehen in ihrer reichlich vorhandenen Freizeit vermehrt auf Raubzüge, um ihre spärliche Rente aufzubessern», so Walker. Auch von den Seniorengangstern gehe eine ernstzunehmende Gefahr aus: «Die betagten Täter werden technisch versiert sein und zudem gewieft ihre Erfahrung und Menschenkenntnis für ihre Straftaten nutzen», ergänzt Walker.

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