Häftling aus dem Knast gefaxt
Ein Gefangener ist aus einem Gefängnis in Kentucky entlassen worden, weil ein Fax dies anordnete. Das Schreiben kam aber nicht vom Obersten Gericht, sondern vom örtlichen Gemüseladen.
Timothy Rousse (19) aus Hickman im US-Staat Kentucky sass wegen Körperverletzung in einem Gefängnis in La Grange ein.
Als ein Fax eintraf, das die sofortige Freilassung von Rousse anordnete, wurde der Mann umgehend auf freien Fuss gesetzt, wie der britische Newsdienst BBC berichtet. Die Anordnung kam vom Obersten Gericht des Bundesstaates - dies behauptete zumindest das Fax. Das Dokument hatte jedoch keinen Briefkopf - es stammte in Wahrheit vom örtlichen Gemüseladen - und es wies überdies eine ganze Menge von Orthographie- und Grammatikfehlern auf.
Der Anwaltsdirektor rechtfertigte später das Vorgehen seiner Beamten damit, dass gerichtliche Anweisungen sowieso immer voller Fehler seien. Und die Vorschriften sähen nicht explizit vor, dass die Herkunft eines solchen Schreibens zu überprüfen sei.
Als nach zwei Wochen endlich klar wurde, dass Rousse irrtümlich entlassen worden war, konnte der Mann immerhin schnell wieder festgenommen werden. Er hielt sich im Haus seiner Mutter auf.
Der Urheber des Faxes konnte nicht ermittelt werden.