35. Paléo Festival zu Ende

Aktualisiert

Ausverkauft35. Paléo Festival zu Ende

Mit dem Auftritt von Alain Souchon und Indochine ist am Sonntagabend eine farbenfrohe Ausgabe des Paléo Festivals in Nyon zu Ende gegangen.

Rund 230 000 Besucher haben in sechs Tagen die gut hundert Konzerte besucht. Das Festival bot viel Abwechslung.

Der Chef des Festivals, Daniel Rossellat, bemühte am Sonntag in Nyon das Bild des «schillernden Regenbogens» für seine Bilanz der 35. Paléo-Ausgabe. Er verwies damit unter anderem auf das Village du Monde, das in diesem Jahr dem südlichen Afrika gewidmet war.

Den Zuschauerinnen und Zuschauer sei dort ein Einblick in eine Region mit vielfältigen Kulturen geboten worden, hiess es in einer Mitteilung zum Festivalabschluss. Verzaubert wurde das Publikum im Village etwa von Hugh Masekela und seinen Musikern oder den Mahotella Queens. Thema des nächsten Jahres wird die Karibik sein.

Fulminanter Start

Mit Vollgas begann die 35. Ausgabe des Festivals auf der Asse- Ebene am Dienstagabend: Auf der grossen Bühne gaben sich Iggy and the Stooges, Motörhead, N*E*R*D und NTM die Ehre.

Am Donnerstagabend lautete das Motto «Back to the Folk». Umgesetzt wurde es mit dem Auftritt der lebenden Legenden Crosby, Stills & Nash - sie bedienten alle Generationen. Ebenfalls Folk boten Hughes Aufray, Asaf und das John Butler Trio.

Mit vielen weiteren Protagonisten erfüllte das Festival den eigenen Anspruch, ein bunt gemischtes Programm aufzustellen. Das musikalische Feld reichte von Rock, Electro bis zu Hip Hop. Aber auch Zirkus- und Strassenkünstler oder eine Fotostudie mit Porträts zogen die Besucher in ihren Bann.

Festivalchef Rossellat lobte das Publikum für seine Offenheit und Neugier. Das habe die Musiker angespornt. Der Publikumsaufmarsch zeugt von einem vollen Erfolg: Die insgesamt 230 000 Besucherinnen und Besucher bedeuteten ein ausverkauftes Festival. Im Vorverkauf waren die Tickets innert Stunden weg.

Nicht fehlen durfte die Schweizer Musikszene: Laure Perret, Disco Doom, My Heart Belongs To Cecilia Winter oder Filewile bestätigten laut Organisatoren das ausgezeichnete Niveau. Liebhaber der französischsprachigen Musik waren besonders von den Franzosen Benjamin Biolay und Jacques Dutronc angetan.

10 000 Zeltler

Grössere Zwischenfälle registrierten die Organisatoren bis am Sonntagabend keine. Rund 10 000 Personen nutzten den Zeltplatz, etwas mehr als im letzten Jahr. Die Veranstalter zeigten sich zudem erfreut, dass die Aktivität und Aggressivität der Schwarzmarkthändler zurückgegangen sei. Zum ersten Mal galt ein Rauchverbot in überdachten Veranstaltungsorten, daran hielten sich allerdings nicht alle.

Mit mehr als 170 Aufführungen, 180 Ständen auf dem Areal und 650 akkreditierten Medienleuten ist das Paléo das grösste Openair der Schweiz. Das Budget von fast 22,2 Millionen Franken wird zu 46 Prozent von den Ticket- und Abo-Einnahmen gedeckt.

Die nächste Ausgabe des Festivals findet vom 19. bis 24. Juli 2011 statt. Die Organisatoren wollen das Programm am 5. April 2011 bekannt geben, bevor am 13. April der Vorverkauf startet. (sda)

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