Basejumper hing fünf Stunden in Felswand

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SittenBasejumper hing fünf Stunden in Felswand

Riesen-Glück für einen Basejumper: Weil sich sein Fallschirm nicht richtig öffnete, prallte er gegen die Felswand. Wie durch ein Wunder blieb er unverletzt.

Antonio Fumagalli
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Antonio Fumagalli
Der Fallschirm (Pfeil) blieb in der Felswand hängen. (Air-Glaciers)

Der Fallschirm (Pfeil) blieb in der Felswand hängen. (Air-Glaciers)

Einen Adrenalinkick der ungewollten Art hatte am Samstag ein 26-jähriger Basejumper aus dem Kanton Wallis: Nach ein paar Sekunden freien Falls öffnete sich sein Fallschirm nicht wie geplant – er prallte gegen die Felswand und blieb rund 300 Meter unter der Absprungstelle hängen. «Der Mann hatte unglaubliches Glück. Er konnte den Schirm noch so gut steuern, dass er nicht mit voller Wucht in die Felswand knallte», sagt Patrick Torrent, Sanitäter bei Air-Glaciers.

Die grosse Nervenprobe für den Basejumper begann aber erst dann: «Weil er sich direkt unter einem Felsvorsprung befand, konnten wir ihn unmöglich mit dem Helikopter retten. Wir entschieden also, uns von oben abzuseilen », so Torrent. Für den Verunfallten bedeutete dies viel Wartezeit, insbesondere, weil er sich nicht bewegen durfte. «Sein Leben hing an einem Stück Stoff. Wenn sich der Schirm gelöst hätte, wäre er über 100 Meter in die Tiefe gestürzt», sagt Torrent. Nach fünf Stunden konnten ihn die Retter schliesslich aus seiner misslichen Lage befreien – unverletzt. Noch beträchtlich länger hätte die Bergung gedauert, wenn die Betreiber eines Kraftwerks den angrenzenden Wasserfall nicht abgestellt hätten.

Weniger Glück hatte ein zweiter Basejumper, der sich unweit des ersten Unfallorts mit einem Flügelanzug in die Tiefe stürzte. Er prallte mit grosser Geschwindigkeit auf den Boden und erlitt mehrere Knochenbrüche.

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