FöhnturbulenzenPolizei sucht abgestürztes Flugzeug vergeblich
Ein ungewollt aktivierter Notsender hat am Sonntag für Aufregung gesorgt. Nach gut zweistündiger Suche gelang es Rega, Bundesamt für Kommunikation und Polizei, den Sender ausfindig zu machen - für einmal mit gutem Ausgang.
Gegen 14:30 Uhr alarmierte die Flugsicherung Skyguide das von der Rega betriebene Rescue Coordination Center (RCC), wie die Reag mitteilte. Auf der internationalen Notfallfrequenz war das Signal eines aktivierten Notsenders (ELT) zu hören.
Diese werden im Fall von schweren Erschütterungen, zum Beispiel bei einer harten Landung oder bei einem Absturz eines Flugzeugs, ausgelöst. Da die Abklärungen mit möglicherweise betroffenen Flugplätzen erfolglos blieben, schaltete das RCC das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) ein.
Dieses ermittelte in einer Peilung den Standort des Notsenders südlich von Brunnen in der Zentralschweiz. Zwischenzeitlich unternahm auch die Crew der Rega-Einsatzbasis Erstfeld einen Suchflug, konnte aber kein vermeintlich abgestürztes Flugzeug finden.
Die Polizeikorps der Kantone Uri, Schwyz, Zug und Zürich wurden in die Suche einbezogen. Erst gegen 17 Uhr konnte die Besatzung eines Polizeihelikopters der Kantonspolizei Zürich Entwarnung geben.
Nachdem das BAKOM den Notsender auf dem Flugplatz Hausen am Albis geortet hatte, war der Polizeihelikopter dort gelandet, um die Situation vor Ort abzuklären. Das Signal stammte von einem unversehrt gelandeten Segelflugzeug, dessen Notsender sich wahrscheinlich während des Fluges durch starke Föhnturbulenzen aktiviert hatte. (sda)