Zeppelin-Antenne: Ein erster Prototyp entsteht in Willisau

Aktualisiert

Zeppelin-Antenne: Ein erster Prototyp entsteht in Willisau

Haben die konventionellen Handy-Antennen bald ausgedient? In Willisau wird der Prototyp einer in der Stratosphäre platzierten Mobilfunkantenne gebaut.

Die Funkantenne mit dem Namen X-Station gleicht einem Zeppelin. Sie wird in 21 Kilometern Höhe geostationär positioniert, von Solarenergie angetrieben und soll als Alternative oder Ergänzung zu Antennen auf dem Boden betrieben werden. Ein Prototyp einer solchen Zeppelin-Antenne wird nun im ehemaligen Lego-Werk im luzernischen Willisau gebaut.

Die Idee, für den Funkverkehr der Mobil- und Internettelefonie so genannte Stratosphären-Plattformen zu nutzen, hat im Vergleich zu konventionellen Antennen einen entscheidenden Vorteil: «Sie produzieren fast gar keinen Elektro-Smog», so Marco Bobbio, Chef-Ingenieur bei der StratXX Holding AG, die Firma, die hinter dem Vorhaben steht.

Wann und wo der Prototyp in die Stratosphäre gleiten wird, ist noch nicht klar. Sollte der Test, an dem die ETH Zürich und die EPFL Lausanne, die Uni Neuenburg, Empa und die Ruag beteiligt sind, erfolgreich sein, hofft man, die X-Station bis 2010 zur Serienreife entwickelt zu haben. Bobbio: «Vier bis fünf Stratosphären-Antennen würden die ganze Schweiz abdecken.»

(nm)

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