KonzessionsentscheidRadio Energy wehrt sich mit Rekurs
Radio Energy Zürich hat am Freitag gegen den Konzessionsentscheid des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) für das Sendegiebiet Zürich-Glarus Rekurs eingereicht.
Energy Zürich bleibt damit bis mindestens Ende 2009 auf Sendung, wie es in einer Mitteilung des Senders vom Samstag heisst. Energy Zürich sei von seinem Konzessionsgesuch weiterhin überzeugt.
Der Sender bemängle im Rekurs zuhanden des Bundesverwaltungsgerichts unter anderem, dass das UVEK den langjährigen Leistungsausweis bei der Beurteilung der Bewerbungen «in willkürlicher Weise nicht berücksichtigt hat».
Zudem werde dargelegt, dass das zum Ringier-Konzern gehörende Radio «den Informationsauftrag ebenso gut, wenn nicht besser erfülle als andere Sender und mit seinem Programm den grössten Beitrag zur Meinungs- und Angebotsvielfalt leiste».
Durch den Rekurs gegen die UVEK-Verfügung für die Region Zürich- Glarus werden die laufenden Konzessionen der bestehenden Radios in diesem Gebiet automatisch verlängert. Die betroffenen Sender bleiben damit bis drei Monate nach dem Vorliegen des definitiven Entscheids des Bundesverwaltungsgerichts mit ihrer laufenden Konzession auf Sendung.
Gleiches gilt, falls das Bundesverwaltungsgericht den Fall an das UVEK zur Neubeurteilung zurückweist und das UVEK den definitiven Entscheid fällen muss.
Forderung nach vierter Konzession
Für das Sendegebiet Zürich-Glarus waren drei Konzessionen zu vergeben. Sie gingen an Radio 24, Radio Zürisee und an Roger Schawinskis Radio 1. Radio Energy Zürich ging nach 25-Sendejahren leer aus. Um die Konzession für den Grossraum Zürich mit rund 900 000 Einwohnern hatte sich Energy nicht beworben.
Nach eigenen Angaben erreicht der Sender rund 220 000 Hörerinnen und Hörer. Er richtet sich an eine eher jüngere Zielgruppe. Das Radio sammelt auch Unterschriften für eine Petition, die eine vierte UKW-Konzession für ein Privatradio im Sendegebiet Zürich- Glarus verlangt.
(sda)