Staatsradio legt zu, Privatradios mit Einbussen

Aktualisiert

HörerzahlenStaatsradio legt zu, Privatradios mit Einbussen

Schweizer Radio DRS hat im ersten Halbjahr 2008 etwas mehr Hörerinnen und Hörer erreicht. Zugleich konnte es seinen Marktanteil um 0,8 Prozent auf 64,6 Prozent steigern. DRS 3 legte weiter zu, DRS 1 dagegen wartet mit schlechteren Zahlen auf.

Der Marktanteil von DRS 3 stieg im Vergleich gegenüber dem ersten Semester 2007 um 1,4 auf 15,8 Prozent. DRS 1 musste dagegen eine Einbusse von 1,3 Prozent hinnehmen und erreichte einen Marktanteil von 38,5 Prozent, wie Publica Data AG am Dienstag bekanntgab.

Einen bescheidenen Rückgang verzeichnete auch Radio DRS 2, dessen Marktanteil um 0,2 auf 4,6 Prozent gesunken ist. Um 0,4 Prozent steigern konnte sich dagegen DRS Musikwelle (MW531), das auf einen Anteil von 5 Prozent kam. Bei 0,2 Prozent halten konnte sich Radio Virus.

Erstmals Zahlen zu DRS 4

Erstmals wurden ferner Hörerzahlen für DRS 4 erhoben. Mit einer täglichen Hörerreichweite von rund 314 000 Personen (7 %) erreichte der jüngste aller DRS-Sender einen Marktanteil von 0,5 Prozent.

Insgesamt nahm die Tagesreichweite des Mediums Radio geringfügig ab (-0,5 %): 90,7 Prozent der über 15-Jährigen schalteten in der Deutschschweiz im ersten Halbjahr täglich während knapp 118 Minuten das Radio ein. Davon wählten durchschnittlich 64 Prozent einen Sender von Schweizer Radio DRS.

Der Marktanteil aller Deutschschweizer Privatradios ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 auf 25,4 Prozent gesunken. Die ausländischen Sender legten dagegen um 0,2 auf 6,2 Prozent leicht zu.

An der Spitze der Privatradios lag nach wie vor das Radio 24, das über eine Reichweite von 5,6 Prozent und einem Marktanteil von 2,5 Prozent verfügt. Vom dritten auf den zweiten Platz verbessert hat sich Energy Zürich mit einer Reichweite von 4,4 Prozent. Es überholte damit Radio Top (4,3 %).

RSR bleibt Spitzenreiter

In der Romandie nahm die Zahl der erreichten Radiohörer um 1,5 Prozent auf 88,5 Prozent ab. Praktisch unverändert war die Spitzenpositiion von Radio Suisse Romande (RSR), das auf eine Reichweite von 53,7 Prozent kam (+0,1 %). Damit erreichten die RSR- Sender rund 800 000 Hörerinnen und Hörer. Der Marktanteil betrug 57 Prozent.

Deutlich an Reichweite eingebüsst haben die Westschweizer Privatradios. Sie betrug im vergangenen Halbjahr 49,4 Prozent, das sind 3,6 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Der Marktanteil der Privaten sank im gleichen Zeitraum um 0,4 auf 23,3 Prozent. (sda)

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