Jacqueline Fehr will nicht mehr

Aktualisiert

Nach NiederlageJacqueline Fehr will nicht mehr

Nach der Niederlage im Kampf um das Fraktionspräsidium der SP läuft die Zeit von Nationalrätin Jacqueline Fehr ab. Sie tritt bei den nächsten Parlamentswahlen in vier Jahren nicht mehr an.

aeg
von
aeg
Jacqueline Fehr hat genug von der nationalen Politik.

Jacqueline Fehr hat genug von der nationalen Politik.

Die SP-Nationalrätin Jacqueline Fehr will zurücktreten. «In vier Jahren höre ich auf, das ist meine letzte Legislatur», sagte sie der «Sonntags Zeitung». Sie werde dann 17 Parlamentsjahre in Bundsbern hinter sich haben. «Ich bin der Meinung, dass man auch mal wieder gehen und anderen Platz machen muss», sagt Fehr.

Der Rücktritt sei aber für alle Parlamentarier ein schwieriges Thema. «Man ist sich gewohnt, dass man immer im Zentrum steht und überall offene Türen hat.» Das falle bei einem Rücktritt von einem Tag auf den andern weg.

«Machoides Balzen um Wählerstimmen»

Fehr hatte die Wahl als Fraktionspräsidentin in der vergangenen Woche nicht geschafft. Sie war als klare Favoritin ins Rennen gegangen, musste sich dann aber Andy Tschümperlin geschlagen geben. Das habe sie «enttäuscht». Politik sei «ein raues Geschäft», da gebe es «die eine oder andere Verletzung». Wer nicht «kaputt» gehen wolle, brauche immer wieder Distanz und ein wohlwollendes kritisches Umfeld.

Das gelte insbesondere auch für die parlamentarischen Jungstars. Diese dürften den «Verführungen» des Parlamentbetriebs nicht erliegen, warnt die 48-jährige Politikerin. «Für Junge ist die Verankerung im realen Leben extrem wichtig, damit sie nicht abheben und sich bedeutungsvoller fühlen, als sie sind.»

Ferner macht Fehr klar, dass sie kein Interesse am SP-Parteipräsidium hat, das nach einem Rücktritt von Christian Levrat frei würde. Das «machoide Balzen um Wählerstimmen» liege ihr nicht.

Deine Meinung zählt