Dürnten: 2500 Forellen wegen Jauche verendet
Im Dürntener Berenbach gibt es kein Leben mehr. Rund 2500 Bachforellen und Frösche sind am Sonntag jämmerlich erstickt – we-
gen Jauche aus einer Schweinezucht.
Der Ostersonntag war für Fischereiaufseher Hans-Peter Vogt ein harter Tag. Einem Spaziergänger fiel ein weisser Schaumteppich im Dürntener Berenbach auf. Stunden später begann das Massensterben. Die Fische trieben zu Hunderten tot im Gewässer. Sofort wurden die Kantonspolizei und das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) eingeschaltet. Letzteres stellte eine extrem hohe Menge an Schweinejauche im Bachwasser fest – das 300fache der Konzentration, die für die Wassertiere tödlich ist.
Die Fische waren in der Jauche erstickt. Vogt: «Die Arbeit und Pflege mehrerer Jahre ist innert Stunden kaputtgemacht worden. Das tut weh.» Auf der mehrere Kilometer
langen Strecke von Dürnten nach Rüti habe er rund 2500 Bachforellen eingesammelt. Auch sämtliche Frösche und andere Kleinstlebewesen seien verendet. «Es dauert mindestens drei Jahre, bis sich hier wieder Fische ansiedeln», schätzt Vogt.
Die für das Fischsterben verantwort-
liche Schweinezucht war schnell ausgemacht. Awel-Mitarbeiter Andreas Hurni: «Wir gehen von einem technischen Defekt aus.» Dem Betriebsleiter der Mästerei ist der Vorfall äusserst unangenehm: «Es ist mir ein Anliegen, dass möglichst schnell geklärt wird, wie die Gülle aus dem Tank in den Bach gelangen konnte.» Der Fall gelangt vor die Staatsanwaltschaft.
Alexandra Roder