«Es braucht einen technologischen Durchbruch»

Aktualisiert

Energien von morgen«Es braucht einen technologischen Durchbruch»

Professor Konstantinos Boulouchos von der ETH Zürich über die Effizienzsteigerung von Verbrennungsmotoren, den Mythos Wasserstoff-Motor und die Energien von morgen.

Marc Bodmer
von
Marc Bodmer

Herr Professor Boulouchos, stimmt es, dass wir durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen und dem daraus resultierenden CO2 ein weit grösseres Problem haben als zukünftige Versorgung mit diesen?

Konstantinos Boulouchos: Die sichere Versorgung mit fossilen Brennstoffen zu einem vernünftigen Preis wird uns in der nächsten Dekade bestimmt beschäftigen. Doch die Auswirkungen von fossilen Brennstoffen durch CO2-Emmissionen in unsere Atmosphäre und die daraus resultierenden Einflüsse auf den Klimawechsel stellen eine weit grössere Herausforderung dar und verlangen nach umgehenden, disziplinierten und kohärenten Aktionen rund um den Globus.

Zurzeit gibt es viele Anstrengungen um die Effizienz von Verbrennungsmotoren zu steigern (Hybrid- und Magermotore). Ihre Forschungsabteilung hat unter anderem den Engine-In-Society Preis von Euromot gewonnen. Was bringt die Zukunft?

Boulouchos: Wir werden verschiedene Technologien sehen, die darauf abzielen, lokal Null-Emissionen zu verursachen und eine drastische Reduktion des CO2-Ausstosses anstreben. Hinzu kommen Verbesserungen bei den Verbrennungsmotoren und ein beschränkter Ersatz von Öl durch Bio-Treibstoffe. Die Elektrifizierung der Automobile wird Weg bestimmend sein in den nächsten Dekaden.

Wie sieht es mit Wasserstoffmotoren aus? Davon wird immer wieder gesprochen.

Boulouchos: Über sie wird in der Tat viel gesprochen, und in den letzten zehn Jahren wurde viel geforscht in diesem Bereich. Doch wenn man diese Technologie etwas genauer unter die Lupe nimmt, so stellt man fest, dass die Wasserstoff-Wirtschaft sehr viel primäre Energie verbraucht. Dies kombiniert mit dem Aufbau einer völlig neuen Treibstoffproduktion, Lagerungs- und Vertriebsstruktur benachteiligt diese Technologie ganz klar gegenüber der direkten Elektrifizierung der Automobile.

Sollten nicht grundsätzlich radikalere Schritte im Design der Autos gemacht werden. Es erscheint vom Luftwiderstand gesehen wenig sinnvoll, dass die Leute neben einander statt hinter einander sitzen oder dass zwei Tonnen Stahl von A nach B mit verschoben werden.

Boulouchos: Das stimmt. Autos könnten leichter und ihr gesamtes Design auf effizienteren Nutzen ausgerichtet sein. Jedoch darf man die emotionale Komponente beim Kauf eines Wagens nicht ausser Acht lassen. Das ist mit ein Grund, warum gesunder Menschenverstand bei manchen Kaufentscheidungen nicht zum Tragen kommt.

Welches Energiesystem wird die Versorgungsprobleme der Zukunft lösen?

Boulouchos: Was die globale Energieversorgung anbelangt, so gibt es kein Wundermittel. Wir nehmen an, dass es eine Auswahl an primären Energiequellen geben wird, die die weltweite Nachfrage decken werden. In nächster Zeit werden saubere fossile Brennstoffe kombiniert mit Nuklearenergie und einem wachsenden Beitrag an erneuerbaren Energien den Mix bestimmen. Natürlich besteht die grosse Hoffnung darin, dass bis zum Ende des Jahrhunderts die erneuerbaren Energien den Bärenteil des Energieverbrauchs decken werden.

Während Jahren sprach man von der 2000-Watt-Gesellschaft, jetzt heisst das Ziel eine Tonne CO2. Worin besteht der Unterschied?

Boulouchos: Die beiden Ziele widersprechen sich nicht. Es ist klar, dass das ehrgeizige Ziel einer 1-Tonne-CO2-Gesellschaft ohne eine gesteigerte Energieeffizienz nicht erreicht werden kann. Für uns liegt die Priorität klar beim quantitativen Ziel des CO2-Verbrauchs. Die genaue Menge Energie, die pro Kopf verbraucht wird, ist etwas weniger wichtig. Aber in den nächsten 20 Jahren müssen wir alle den gleichen Weg beschreiten, um die beiden Ziele zu erreichen.

Im Westen befürchtet man, dass man an Bequemlichkeit und Luxus einbüssen wird, wenn man Energie sparen muss. Wie gravierend fallen die Konsequenzen aus, wenn wir das Ziel der 1-Tonne-CO2-Gesellschaft erreichen wollen?

Boulouchos: Die Lösung liegt darin, Intelligenz, Technik und Verfahrensweisen einzusetzen, um den Energiebedarf und die weiteren Bedürfnisse der Gesellschaft, mit minimaler Energiezufuhr und daraus folgenden Abfallprodukten aller Art zu decken. Wir sind zuversichtlich, dass dies bis zum Ende dieses Jahrhunderts erreicht werden kann, wenn man konsequente und klar verständliche Massnahmen mit einer entsprechenden Dringlichkeit ergreift. Aber: Es wird einen grossen technologischen Durchbruch brauchen.

Konstantinos Boulouchos, Institut für Energietechnik ETH Zürich, wird an der 4. European Futurists Conference Lucerne, 26.–28. Oktober 2008, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern zu erneuerbaren Energien sprechen. Mehr Informationen unter www.european-futurists.orgIn unserem der Serie zur European Futurists Conference Lucerne äusserte sich bereits Anders Berntell, Direktor des Stockholm International Water Institute zu . Im äusserte sich Roland Kaestner, Oberst im Generalstab und Leiter des Bereiches Strategische Zukunftsanalyse am Zentrum für Transformation der Bundeswehr, zum . Im äusserte sich Nils Gilman, Berater der Monitor Group, über die .

Konstantinos Boulouchos, Institut für Energietechnik ETH Zürich, wird an der 4. European Futurists Conference Lucerne, 26.–28. Oktober 2008, im Kultur- und Kongresszentrum Luzern zu erneuerbaren Energien sprechen. Mehr Informationen unter www.european-futurists.orgIn unserem der Serie zur European Futurists Conference Lucerne äusserte sich bereits Anders Berntell, Direktor des Stockholm International Water Institute zu . Im äusserte sich Roland Kaestner, Oberst im Generalstab und Leiter des Bereiches Strategische Zukunftsanalyse am Zentrum für Transformation der Bundeswehr, zum . Im äusserte sich Nils Gilman, Berater der Monitor Group, über die .

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