60 Bewohner müssen Abschied nehmen

Publiziert

Gütschhöhe60 Bewohner müssen Abschied nehmen

Die Bewohner der Gütschhöhe müssen ihre Wohnungen räumen. Im April weichen die Häuser einer neuen und teuren Überbauung. Bauherrin ist eine Genossenschaft.

Daniela Gigor
von
Daniela Gigor
Roger Lévy packt nach 23 Jahren seine Sachen. (Bild: dst)

Roger Lévy packt nach 23 Jahren seine Sachen. (Bild: dst)

«Das ist eine Zwangsumsiedlung», ärgert sich Roger Lévy, der per Ende Monat nach 23 Jahren mit seiner Familie von der Gütschhöhe nach Ebikon zügelt. Für die Familie bedeutet der Umzug auch eine finanzielle Belastung: Betrug die Miete bisher 900 Franken für die Vierzimmerwohnung, müssen sie nun für eine gleich grosse Bleibe 600 Franken mehr bezahlen.

Von den Kündigungen betroffen sind rund 60 Mieter. «Es ist schlimm, dass wir hier wegmüssen», sagt Franziska Birchmeier, die 31 Jahre auf der Gütschhöhe lebte. Die Häuser werden im April abgerissen. An ihrer Stelle wird eine neue Überbauung für rund 30 Millionen Franken erstellt. Eine Rückkehr für die scheidenden Mieter in die neuen Wohnungen ist nicht ausgeschlossen. «Wenn sie wieder zügeln wollen und es sich leisten können, haben sie den Vorzug», sagt Immobilienbewirtschafter Alex Bucher. Wie viel die neuen Mietwohnungen monatlich kosten werden, kann Bucher nicht sagen.

Liegenschaftsbesitzerin und Bauherrin auf der Gütschhöhe ist die Genossenschaft für Arbeiterwohnungen, die den sozialen Wohnungsbau ­fördern will. Deren Präsident war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Deine Meinung zählt