Zürcherinnen scharf auf die Hupen-Jobs
Die amerikanische Fastfoodkette Hooters eröffnet in Zürich ihr insgesamt drittes Schweizer Restaurant. Markenzeichen: Junges weibliches Personal in knappen Kleidern. An Bewerbungen mangelt es nicht.
«Hooters» streckt seine Fühler nach Zürich aus. An der Stauffacherstrasse 96 wird im Mai die insgesamt dritte Schweizer Filiale eröffnet. Die amerikanische Fastfoodkette will auch hier nebst 225-Gramm-Burger und Chicken-Wings vor allem eins bieten: Eine Bedienung in hautengen T-Shirts und knappen Höschen.
Die Inserate für die servierenden Eyecatcher sind inzwischen geschaltet. 15 Hooters-Girls («to hoot» englisch für «hupen») werden für die Stauffacher-Filliale gesucht. Und die für den Männergeschmack verschärfte Alternative zu McDonalds und Burger King wird von Bewerbungen geradezu überschwemmt, wie Geschäftsführer Stefan Kirchhofer von Hooters Schweiz gegenüber 20minuten.ch sagt. «Wir kommen kaum noch nach mit durchlesen.»
Grosse Brüste sind kein offizielles Kriterium
Wer die kurzen Shorts und knappen Shirts künftig tragen will, muss aber einige Anstellungskriterien erfüllen. «Bist Du aufgestellt? Bist du belastbar? Magst Du den Kontakt mit Gästen?», fragt das Inserat. Doch neben Charme, Teamfähigkeit und Gastroerfahrung müssen zukünftige Hooters-Girls auch äusserlich einiges mitbringen: «Sie müssen zur Uniform passen und umgekehrt», sagt Kirchhofer. Eine Gewichtslimite wurde bei Hooters zwar noch nicht eingeführt und auch «grosse Brüste sind kein Anstellungskriterium», so der Geschäftsführer. Passen müsse neben dem knappen Kostüm aber die Hooters-Rolle. Repräsentieren sollen die Girls «das nette Surfergirl von nebenan», sagt Kirchhofer. Flirten gehöre aber nicht zum Arbeitsplan.
Das «nette Surfergirl von nebenan» wurde bereits 1983 in Amerika erfunden. Mittlerweile gibt es über 435 Restaurants in 21 Ländern. In der Schweiz bisher in Interlaken und Thun. Und bald auch in Zürich.
meg