ZürichStadt Winterthur feiert die 100 000ste Einwohnerin
Die Eulachstadt ist seit Donnerstag eine Grossstadt. Die 100 000ste Einwohnerin ist eine Französin, die um der Liebe willen nach Winterthur gezogen ist.
«Hilfe, das ist ja unglaublich», sagte Isabelle Frédérique Kotchian, als ihr Ernst Wohlwend (SP), Stadtpräsident von Winterthur, gestern einen Blumenstrauss überreichte. Die 40-Jährige ist die 100 000ste Person, die sich in Winterthur registriert hat. In die zweitgrösste Stadt im Kanton ist Kotchian der Liebe wegen gezogen: «Seit acht Jahren führe ich eine Fernbeziehung mit einem Winterthurer. Nun war es an der Zeit, zu ihm zu ziehen», sagt sie und lächelt. Als sie innerhalb einer Woche einen Job als Möbelverkäuferin bei Pfister erhielt, brach die Französin kurzerhand ihre Zelte in Cannes ab. An Winterthur schätzt sie «die Ruhe vor den Touristen und die vielen Museen».
Stadtpräsident Wohlwend freut sich, dass die Eulachstadt die magische 100 000er-Grenze im zweiten Anlauf doch noch überschritten hat. Bereits Ende der 1960er-Jahre peilte Winterthur diese Grenze an. 1972 war der Höhepunkt bei rund 95 000 Einwohnern jedoch erreicht. Als es der Industriebranche immer schlechter ging, sank auch die Bevölkerungszahl.