Hier badet ausgebüxte «Sabu» im See

Aktualisiert

Nach ZirkusvorstellungHier badet ausgebüxte «Sabu» im See

Ein neues Bild des in Zürich ausbüxten Knie-Elefanten zeigt «Sabu» beim gemütlichen Bad im Zürichsee. Gleich danach machte sie sich auf in die Innenstadt.

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Die Elefantendame «Sabu» beim gemütlichen Bad im Zürichsee. Eine Leserin von 20 Minuten Online knipste das Bild mit absolutem Seltenheitswert. Das Bad im Zürichsee nahm «Sabu» bei der Landiwiese, nachdem sie zuvor ausgebüxt war. Danach gings auf Tour durch die Limmatstadt.

«Sabu» rannte und marschierte am Sonntagabend beinahe durch die ganze Zürcher Innenstadt, bevor die Elefantendame wieder eingefangen wurde. Beobachter staunten nicht schlecht. Ein Leser-Reporter schildert den Anfang des Unheils folgendermassen: «Kurz vor der Pause werden die Gäste des Zirkus Knie im Sektor D durch Elefantengebrüll hinter dem Zelt und ein Rumpeln aufgeschreckt. Zu diesem Zeitpunkt waren die ersten Zeltwände bereits abgebrochen, so dass man unweigerlich mitbekommen musste, welche Aufregung draussen herrschte. Aus Angst wollten denn auch ca. 30 Personen das Zelt fluchtartig verlassen, wurden aber daran gehindert. Die Konzentration galt vorerst jedenfalls nicht mehr der Show.»

Auch Zirkusgast D. hat sich eigentlich nicht viel dabei gedacht, als die Pause in der Vorstellung des Zirkus Knie etwas länger dauerte als üblich. Die Musik wurde aufgefordert, noch ein paar Minuten weiterzuspielen. Ein paar Männer gestikulierten herum. Auch als nach der Pause Fredi Knie nicht erschien, hat er sich noch nicht ausmalen können, was tatsächlich passiert ist.

Erst als er auf dem Heimweg auf ein Polizeiaufgebot heranfuhr, wurde ihm einiges klar: Ein Elefant rennt am Sonntagabend durch die Zürcher Innenstadt.

Der flüchtige Elefant «Sabu» ist direkt nach seinem Auftritt, als er in seinen Spezialtransporter hätte verladen werden sollen, ausgebüxt. Dies sagt Nik Leuenberger, Sprecher des Knies auf Anfrage von 20 Minuten Online. Als erstes habe sich das Tier im Zürichsee erfrischt.

«Sabu» ging den Weg des Elefantenapéros

Die Route des Elefantes war nicht irgendeine. «Sabu» ging exakt den Weg des Elefantenapéros, den er ja schon kennt. Von der Landiwiese, dem Standort des Knies, geht dieser über Mythenquai und General-Guisan-Quai weiter zum Bürkliplatz, dann die Bahnhofstrasse runter bis zum Paradeplatz und weiter in Richtung Hauptbahnhof. Kurz vor halb neuen Uhr wurde «Sabu» an der Talstrasse eingefangen. Das Tier wurde festgebunden und mit einem Traktor zur Landiwiese zurücktransportiert.

Die Polizei bestätigt die Ereignisse auf Anfrage von 20 Minuten Online.

Der Elefant hinterliess staunende Leser-Reporter

Leser-Reporter berichten von ihren ungewöhnlichen Erlebnissen: «Er ist wild durch die Stadt gerannt. Hinter ihm her war ein Pfleger vom Zoo und ein paar Polizisten.» Ein weiterer Leser-Reporter hat etwa 5 bis 7 orange angezogene Personen, wahrscheinlich Polizei oder Tierpfleger, hinter dem Tier herrennen sehen.

Einem Leser-Reporter bleibt fast das Essen im Halse stecken: «Ich war gerade beim japanischen Restaurant am Essen, als plötzlich der Elefant vorbei spazierte. Ich dachte nur "Ach du Sch***, was ist das denn?"»

«Der Elefant hatte noch ein Stück der Fesseln an seinem Fuss. Als er darauf trat, wäre er beinahe gestürzt.» berichtet eine weitere Leser-Reporterin.

Die Polizei hat nach Berichten die Tramlinien unterbrochen. «Es waren etwa zehn Polizeiautos, eine Grosstierambulanz und ein Traktor des Zirkus Knie vor Ort», erzählt Augenzeugin Susanne Denzler, die wegen dem Elefant etwa eine halbe Stunde im Stau sass. Weder der Elefant noch Menschen wurden verletzt.

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