Kampfjet-Eskorte löst Kopfschütteln aus

Aktualisiert

A380 über ZürichKampfjet-Eskorte löst Kopfschütteln aus

Im Tieflug und von Kampfjets begleitet kreiste am Dienstagmorgen ein Superjumbo über Zürich. Der ungewohnte Anblick löste bei den Lesern böse Erinnerungen aus.

Adrian Müller
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Adrian Müller

Flankiert von drei F/A-18-Kampfjets der Schweizer Luftwaffe flog am Dienstag um 10 Uhr ein Airbus A380 der Lufthansa im Tiefflug über Zürich . Nur zwei Tage nach dem 10-Jahres-Jubiläum von 9/11 schreckte dies die Zürcher aufgeschreckt: «Ich hatte ein ungutes Gefühl im Bauch, als ich die Kampfflieger über Zürich erblickte», meldete sich ein besorgter Leser-Reporter.

Die Luftwaffe begleitete den Riesenflieger aber nicht wegen eines möglichen Terroranschlags, sondern wegen eines Taufaktes. Die Zürcher Regierungsrätin Ursula Gut taufte kurz vor Mittag den A380 auf dem Vorfeld des Flughafens auf den Namen «Zürich».

Timing nicht optimal

Wozu brauchte es aber für die Taufe Kampfflieger der Schweizer Armee? «Unsere F/A-18 Jets haben mit dem A380 eine Abfangübung durchgeführt», sagt Luftwaffen-Sprecher Jürg Nussbau zu 20 Minuten Online. Dies sei bei Linienflügen nicht möglich. Zudem habe man auf Wunsch der Lufthansa Bilder des Riesenvogels über Zürich gemacht.

Die Aufregung der Zürcher konnte er aber verstehen: «Das Timing der Übung war sicher nicht gerade optimal», so Nussbaum. Die Leser können diese Begründung nicht verstehen: «Man hätte die Bevölkerung über die Übung informieren müssen», lautet der Tenor in den Leser-Kommentaren.

Um 13.40 Uhr startete der A380 Zürich wieder nach Frankfurt , wo er anschliessend zum ersten Flug unter dem Namen «Zürich» nach Peking startete.

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