«Jemand flog die Maschine absichtlich ins Wasser»

Aktualisiert

Unglücksflug MH 370«Jemand flog die Maschine absichtlich ins Wasser»

Ein Experte ist überzeugt, dass der Absturz von Flug MH 370 der Malaysia Arlines geplant war. Auch andere Indizien stützen diese Theorie.

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Wichtiges Beweisstück: Das Teil eines Flügels der vermissten Boeing der Malaysian Airlines wird vor der Küste von La Réunion wegtransportiert. (29. Juli 2015)
Luftfahrt-Experte Larry Vance ist überzeugt, dass der Absturz von Menschenhand verursacht wurde. Er glaubt nicht an ein technisches Versagen.
Auch Blaine Gibson will das grösste Rätsel der modernen Luftfahrt lösen.
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Wichtiges Beweisstück: Das Teil eines Flügels der vermissten Boeing der Malaysian Airlines wird vor der Küste von La Réunion wegtransportiert. (29. Juli 2015)

Keystone/Lucas Marie

Seit dem mysteriösen Verschwinden des Linienflugs von Kuala Lumpur nach Peking am 8. März 2014 wird verzweifelt nach neuen Anhaltspunkten gesucht. Doch trotz der teuersten und spektakulärsten Suchaktion in der Geschichte der Aviatik wurde der Flugschreiber noch immer nicht gefunden – von der Boeing 777 der Malaysia Airlines ganz zu schweigen.

Bekannt ist immerhin, dass das Flugzeug, in dem sich zwölf Besatzungsmitglieder und 227 Passagiere aus 15 Nationen befanden, unvermittelt von seiner Route abwich. Die Suche nach dem Wrack konzentrierte sich nach und nach auf den südlichen Indischen Ozean.

Das gefundene Teil auf La Réunion

Auch Larry Vance befasst sich ausgiebig mit dem Fall. Er ist ein weltweit bekannter Fachmann für Flugzeugunglücke. Der Kanadier hat unter anderem den Absturz des Fluges Nummer 111 der Swissair in der kanadischen Provinz Neuschottland im Jahr 1998 untersucht und den abschliessenden Bericht verfasst. Am Sonntag gab Vance dem australischen TV-Sender Channel Nine ein Interview zum Absturz der MH 370. Und gab zu Protokoll: «Jemand hat das Flugzeug absichtlich ins Wasser gesteuert.»

Der Fachmann sagt, dass der Teil eines Flügels, die sogenannte Wölbklappe des Typs Boeing 777, die man vor einem Jahr vor der Küste von La Réunion gefunden hätte, vor der Landung ausgefahren worden sei. Und das sei der definitive Beweis, dass ein Mensch das Flugzeug vor dem Crash gelenkt habe, erklärte Vance. Der Grund, warum die Suchtruppen noch keine Trümmerteile gefunden haben, könnte in einer langsamen, kontrollierten Landung liegen.

Seine Theorie fasste er mit den Worten zusammen: «Jedermann sollte meiner Meinung nach zum Schluss kommen, dass das Unglück die Folge einer bewussten menschlichen Tat ist.» Oder anders ausgedrückt: Vance glaubt nicht an ein technisches Versagen.

Der Flugsimulator des Kapitäns

Die Überlegungen von Vance sind nicht aus der Luft gegriffen. Vor einer Woche wurde bekannt, dass der Kapitän der verschollenen Maschine angeblich auf seinem Computer zu Hause eine ähnliche Route simuliert hatte, die das Flugzeug schliesslich nahm. Dies ging aus vertraulichen Ermittlungsunterlagen der Polizei von Malaysia hervor. Die Festplatten des Flugsimulators sind inzwischen in den Händen des amerikanischen FBI.

Die Suche nach dem Wrack der Boeing wurde – unter lauten Protesten – Mitte Juli eingestellt. Die Theorie, wonach der Pilot des Flugzeugs eine Mord-/Suizid-Aktion durchgeführt haben soll, erhält durch die Ausführungen von Vance neue Nahrung.

Ein weiteres Teil als Beweisstück?

Vor wenigen Tagen ist vor der Küste Tansanias ein weiteres vermutliches Trümmerteil des Flugzeuges entdeckt worden. Gemäss Angaben des australischen Verkehrsministers Darren Chester stamme das Stück «höchstwahrscheinlich» von der Maschine des Flugs MH 370. Dies hätten Untersuchungen des Amts für Verkehrssicherheit ergeben, erklärte Darren am Freitag.

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