Stichflamme am Triebwerk – Flugabbruch in Zürich

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Aeroflot-MaschineStichflamme am Triebwerk – Flugabbruch in Zürich

Kurz nach dem Start vom Flughafen Zürich musste eine A321 der Aeroflot ihren Flug abbrechen. Inzwischen ist das Flugzeug wieder in Kloten gelandet.

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Eine Aeroflot-Maschine muss wegen eines rauchenden Triebwerks nach dem Start nach Zürich-Kloten zurückkehren: Eine Aufnahme der Landung. (Video: Leserreporter)

Ein Airbus A321 der russischen Fluggesellschaft Aeroflot, der sich auf dem Flug von Zürich nach Moskau befand, geriet kurz nach dem Start in Schwierigkeiten und musste nach Kloten zurückkehren. Laut Flughafen-Sprecher Maurus Stocker handelte es sich um etwas «Aussergewöhnliches und Unvorhergesehenes», die Feuerwehr stand am Flughafen Zürich bereit.

Laut Informationen des Flughafens Zürich war es beim Start zu einer Fehlzündung in einem der Triebwerke gekommen. Bei einer Fehlzündung kann eine Stichflamme aus dem Triebwerk schiessen. Eine solche haben laut mehreren Medienberichten verschiedene Augenzeugen gesehen.

«Im Tower hat man die Flammen auch gesehen», sagte etwa Skyguide-Sprecher Raimund Friedrich gegenüber «Blick». Ein brennendes Triebwerk hat Stocker gegenüber der Nachrichtenagentur SDA aber nicht bestätigt.

Der Airbus A321 startete um 13.41 Uhr vom Flughafen Zürich. Gemäss einem Augenzeugen, der den Start von der Besucherterrasse aus gefilmt hat, sei kurz darauf ein Knall zu hören gewesen. Dann habe das linke Triebwerk zu rauchen begonnen.

Eine Aeroflot-Maschine auf dem Weg nach Moskau muss nach dem Start nach Zürich-Kloten zurückkehren.

Ein Video des Zwischenfalls beim Start. (26. Februar 2017) Video: 20min/Leser-Reporter

Bereits eine Viertelstunde nach dem Start meldete die Crew technische Probleme und beschloss, den mehrstündigen Flug abzubrechen und zum Flughafen Zürich zurückzukehren. Das Flugzeug hätte eigentlich in die russische Hauptstadt Moskau fliegen sollen.

Anschliessend kreiste das Flugzeug im Luftraum südlich von Konstanz, bis ausreichend Kerosin verbraucht war, um eine sichere Landung zu gewährleisten. Laut Flughafensprecher Stocker gilt eine Landung mit vollen Tanks als zu riskant. «Die A321 muss das Kerosin verbrennen und kann es nicht ablassen», kommentierte Skyguide-Sprecher Friedrich.

«Der Abbruch eines Fluges ist immer aussergewöhnlich», sagte Stocker gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Mit einer Notlandung sei jedoch nicht zu rechnen gewesen. Die Maschine landete gegen 15.40 Uhr wieder in Zürich-Kloten – einige Minuten später als geplant. Die Landung verlief aber ohne Zwischenfälle.

Zur Sicherheit erwartete die Flughafenfeuerwehr die russische Maschine nahe der Landebahn. «Das ist das normale Vorgehen», sagte Stocker dazu.

Aeroflot-Maschine in Zürich-Kloten

Die Aeroflot-Maschine auf dem Tarmac in Kloten. (26. Februar 2017) Video: 20min/Leser-Reporter

Gemäss einem Mitarbeiter der Fluggesellschaft Aeroflot sollen alle Passagiere des abgebrochenen Fluges bereits am Sonntagabend um 22.30 Uhr mit dem Abendflug nach Moskau reisen.

Wie viele Passagiere im defekten Flugzeug sassen, wollte der Aeroflot-Mitarbeiter gegenüber sda nicht sagen. Der Airbus 321 der russischen Airline fasst 170 Passagiere. Der Mitarbeiter sagte lediglich: «Sie werden alle in der Abendmaschine einen Platz haben.» (chi/sda)

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