US-Zoll will auch Ihren Facebook-Namen wissen

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EinreiseformularUS-Zoll will auch Ihren Facebook-Namen wissen

Grenzgänger sollen den USA künftig Auskunft über ihre Präsenz auf den sozialen Medien geben. Die Behörden wollen damit Attentäter rechtzeitig entlarven.

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Bei der Reise in die USA gibt es wohl bald ein neues Feld auf dem Einreiseformular auszufüllen. Zollbehörden und Grenzschutzbeamte haben vorgeschlagen, dass Grenzgänger künftig ihre Social-Media-Accounts sowie Nicknames angeben können.

Die Angaben wären nicht zwingend, wie das Onlineportal «theverge» berichtet. Der Vorschlag beziehe sich in erster Linie auf Ankünfte und Abreisen von Nicht-US-Bürgern. Noch unklar ist, wie gründlich die Behörden die sozialen Medien untersuchen werden. Die Öffentlichkeit hat 60 Tage Zeit, sich zum Vorschlag zu äussern.

Die Grenzkontrolle der US-Behörden enthalten bereits die Entnahme von Fingerabdrücken, ein persönliches Interview sowie die Überprüfungen diverser Datenbanken.

Druck wegen Attentat von San Bernardino

Laut Bericht stehen Migrationsamt sowie Geheimdienste seit der Schiesserei in San Bernardino vom letzten Dezember massiv unter Druck. Einer der Attentäter hatte während der Tat eine öffentliche Ankündigung auf Facebook gepostet. Zuvor hatte er Privatnachrichten an Freunde versendet, die eine Diskussion über gewaltsame Angriffe lancierten.

Entscheidend ist dabei, dass die Nachrichten versendet wurden, bevor die Täter ihr US-Visum erhielten. Der Vorfall löste grosse Kritik aus, obwohl die Behörden bedeutend mehr Informationen als einen Nickname gebraucht hätten, um die Nachrichten der Täter zu lesen.

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