Seltsame BegegnungEin Alien in der Tiefkühltruhe
Fotos einer seltsamen Kreatur sorgten für einen Riesenwirbel in der chinesischen Internet-Gemeinde. Dabei soll das Wesen nicht mal 20 Franken wert sein.
Ein gigantischer, ovaler Schädel, riesige, schräggestellte Augen und lange, dünne Beinchen – die seltsame Kreatur sieht aus wie von einem anderen Stern. Genau das behauptete ein Mann, als er die Fotos auf Sino Weibo – dem chinesischen Pendant zu Facebook – postete. Und damit laut «The Sun» für gehörige Aufregung in der Internetgemeinde sorgte.
Er habe das Alien im März entdeckt, nachdem er ein paar Ufos am Ufer des Gelben Flusses nahe der Stadt Binzhou in der Provinz Shangdong verfolgt habe, schreibt Li Kai weiter. Plötzlich habe eines der Flugobjekte eine Bruchlandung gemacht. Darauf hätten sich fünf dieser aussergewöhnlichen Wesen gezeigt. Eines habe das Raumschiff verlassen – und sei prompt in eine Kaninchenfalle getappt, deren elektrischer Schlag es sofort tötete. Li Kai habe den toten Körper mit nach Hause genommen, in seine Tiefkühltruhe gelegt und fotografiert. DNS-Proben würden beweisen, dass das Ding nicht von der Erde stammte.
Maulkorb durch die Polizei
Die aussergewöhnlichen Bilder verbreiteten sich in Windeseile im Internet und wurden zu einem regelrechten Hype. Doch eines Tages waren sie plötzlich nicht mehr auf Lis Account zu finden. Dafür stand eine neue Geschichte da. Die Polizei habe die Fotos gesperrt, schrieb Li, und ihm sei verboten worden, über die Angelegenheit zu sprechen.
Jetzt wandten sich auch die Gesetzeshüter an die Öffentlichkeit – mit einer etwas anderen Version.
Demnach habe Li zugegeben, dass das ganze ein Hoax ist. Das Alien sei eine Gummi-Puppe, die er selbst gebastelt habe. Das Material soll er auf einem Bauernmarkt gekauft haben, für umgerechnet rund 18 Franken.
Ob das Alien damit abschliessend zur Ruhe kommen kann, wird sich wohl bald zeigen. Denn nicht wenige Chinesen glauben an die Version von Li Kai – und bringen das fremdartige Wesen aus der Provinz Shangdong mit Ufo-Sichtungen in Verbindung, die kürzlich in der Hubei-Provinz stattgefunden haben sollen. Auf eine Fortsetzung dürfen wir also gespannt sein.