RiminiRussin warf Leiche ihrer Tochter ins Meer
Katerina Laktionova starb an den Folgen ihrer Magersucht – ihre Mutter kommt mit dem Schmerz nicht klar und entsorgt die Leiche.
Die in Rimini entdeckte Frauenleiche im Koffer ist identifiziert, der mysteriöse Fall geklärt: Bei den Überresten, die Ende März an die Adriaküste angeschwemmt wurden, handelt es sich um Katerina Laktionova (27), ein Model aus Russland. Ihre 48-jährige Mutter, eine ausgebildete Krankenschwester, hatte eine Woche nach dem Tod ihrer Tochter die Leiche in den Koffer gesteckt und ihn ins Meer geworfen.
Wie der «Corriere Romagna» berichtet, litt Katerina Laktionova seit langem an Magersucht. Ihre Mutter war mit ihr vor zwei Jahren aus Ufa in Russland nach Italien gezogen, um Katerina dort medizinisch behandeln zu lassen. Augenzeugen berichten, dass die Frau kurz vor ihrem Tod nur noch «Haut und Knochen» gewesen sei. Die Autopsie ergab, dass das Model am Ende knapp 35 Kilo wog.
Der Schmerz führte sie zur Wahnsinnstat
Ein Freund der Mutter stellte sie zur Rede, als er in den Medien vom Leichenfund las. Die Frau war nach der Tat zurück nach Russland gereist. Ihr Kollege rief sie an, weil er Katerina seit dem 10. März nicht mehr gesehen hatte. Er fragte ganz direkt: «Sag mir die Wahrheit, ist deine Tochter noch am Leben?» Da soll die Mutter zusammengebrochen sein und die Tat gestanden haben.
Sie sagte, sie sei vor Schmerz «wahnsinnig geworden», als Katerina starb. Eine Woche lang behielt sie die Leiche ihrer Tochter bei sich, bevor sie sie in den Rollkoffer steckte und entsorgte. Das habe sie getan, um «alle Erinnerungen an sie wegzuwischen». Der Freund alarmierte daraufhin die Polizei.
Der verhaftete Apple-Berater kann aufatmen
Der Leichenfund hatte vor rund zwei Wochen für Aufregung gesorgt, weil die Ermittler zunächst glaubten, dass es sich bei der Toten um Xing Lei Li (35) handeln könnte. Die gebürtige Chinesin war Mitte Februar auf einer Mittelmeer-Kreuzfahrt spurlos verschwunden.
Die Behörden nahmen ihren Mann Daniel Belling (45) fest und beschuldigten ihn, die Mutter seiner zwei Kinder umgebracht und dann die Leiche über Bord geworfen zu haben. Belling, der in Dublin als IT-Berater für Apple arbeitet, bestritt jedoch die Tat vehement. Er erklärte der Polizei, seine Ehefrau habe ihn bei einem Landgang verlassen.