So blieb Todesflug MH 370 vom Radar unentdeckt

Aktualisiert

SelbstmordtheorieSo blieb Todesflug MH 370 vom Radar unentdeckt

Experten glauben, dass der Kapitän von Flug MH 370 der Malaysia Airlines die Radare geschickt umging, um auf seiner Flugroute unbemerkt zu bleiben. Sie sprechen von einem «Amokflug».

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Ein Expertengremium sagte am 13. Mai 2018 in der australischen Sendung «60 Minutes», dass Kapitän Zaharie Amad Shah beim Absturz von Flug MH 370 von Malaysia Airlines einen sorgfältig vorbereiteten Suizid mit gleichzeitigem Massenmord beging.
Der britische Boeing-Pilot Simon Harvey sagte in der Sendung, der Pilot sei extra an der Grenze der Lufträume zwischen Malaysia und Thailand geflogen, um unentdeckt zu bleiben. «Wenn ich mit einer 777 verschwinden müsste, würde ich es genauso machen», meinte Hardy.
An Bord der Maschine, die am 8. März 2014 von den Radarschirmen verschwand, befanden sich 239 Menschen. Das Flugzeug war damals auf dem Weg von der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur in die chinesische Hauptstadt Peking.
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Ein Expertengremium sagte am 13. Mai 2018 in der australischen Sendung «60 Minutes», dass Kapitän Zaharie Amad Shah beim Absturz von Flug MH 370 von Malaysia Airlines einen sorgfältig vorbereiteten Suizid mit gleichzeitigem Massenmord beging.

Screenshot 9News/60 Minutes

Mehr als vier Jahre nach dem Verschwinden des Flugs MH 370 von Malaysia Airlines glauben Experten eine Antwort auf eines der grössten Rätsel der Luftfahrtgeschichte gefunden zu haben: Für sie soll Kapitän Zaharie Amad Shah einen sorgfältig vorbereiteten Suizid mit gleichzeitigem Massenmord begangen haben.

An Bord der Maschine, die am 8. März 2014 von den Radarschirmen verschwand, befanden sich 239 Menschen. Das Flugzeug war damals auf dem Weg von der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur in die chinesische Hauptstadt Peking. Trotz einer gross angelegten Unterwassersuche wurden bis heute – bis auf ein paar Wrackteile – weder das Flugzeug noch die Black Box gefunden.

Genau an der Grenze geflogen

«Das war ein geplanter Amokflug, das war absichtlich», sagte Martin Dolan vom Australian Transport Safety Bureau in der Sendung «60 Minutes» am Sonntag. Diesen Aussagen stimmte der britische Boeing-Pilot Simon Hardy zu. Nur so lasse sich erklären, dass das Flugzeug vom Radar verschwunden sei, meinte Hardy.

Kapitän Zaharie Amad Shah sei extra an der Grenze der Lufträume zwischen Malaysia und Thailand geflogen, um unentdeckt zu bleiben. So würde sich keines der Länder für die Suche verantwortlich fühlen. «Wenn ich mit einer 777 verschwinden müsste, würde ich es genauso machen», meinte Hardy.

Absichtlich ins Wasser gesteuert

Das Expertengremium stützt sich für seine Theorien auf die Tatsache, dass der Kapitän auf seinem Computer zu Hause eine ähnliche Route simuliert hatte, die das Flugzeug schliesslich nahm. Dies ging aus vertraulichen Ermittlungsunterlagen der Polizei von Malaysia hervor.

Bereits vor zwei Jahren war auch Larry Vance, ein weltweit bekannter Fachmann für Flugzeugunglücke, zum Schluss gekommen, dass das Unglück die Folge einer bewussten menschlichen Tat war. «Jemand hat das Flugzeug absichtlich ins Wasser gesteuert», sagte Vance damals. Auch er war am Sonntag in der australischen Sendung dabei. In den kommenden Tagen soll sein neustes Buch «MH 370 – Rätsel gelöst» erscheinen, wie das Portal News.com.au berichtet.

Passagiere und Crew waren womöglich bewusstlos, als der Flieger crashte

In der TV-Show spekulierten die Experten auch, dass Zaharie mit einem schnellen Sinkflug einen Druckabfall in der Kabine auslöste, um Passagiere und Besatzung bewusstlos zu machen. Der Pilot hätte sich dabei aber selber eine Sauerstoffmaske aufgesetzt, so die Theorie von Vance.

Der Brite Hardy glaubt zudem, der Kapitän sei mit der Maschine noch über seine Heimatstadt Penang geflogen , um «emotional Abschied» zu nehmen. Dann habe er die Boeing 777 im Indischen Ozean zum Absturz gebracht.

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