BerlinZeuge meldet sich im Fall von Maria P.
Im Fall um die bei Berlin verbrannte, schwangere Maria P. hat sich ein Zeuge gemeldet. Er hatte in der Tatnacht Besuch von einem der mutmasslichen Täter erhalten.
Knapp eine Woche nach dem Fund der verkohlten Leiche der schwangeren Maria P. (19) ist sich ein Zeuge sicher, dass er die junge Frau als Letzter lebend gesehen hat.
Er habe die mutmasslichen Täter, Marias 19-jährigen Ex-Freund Eren T. und dessen Komplizen Daniel M., gemeinsam mit der Hochschwangeren vor seiner Wohnung angetroffen.
«Ich kam abends nach Hause und sah einen Transporter vor der Tür. Im Wagen waren Daniel, sein Kumpel und ein Mädchen. Ich begrüsste sie, ging allein in die Wohnung», sagte der Zeuge der «Bild». Demnach wohnt er nur 500 Meter von dem Waldstück in Treptow-Köpenick entfernt, wo später die verkohlte Leiche Marias aufgefunden wurde.
«Es ist was Schlimmes passiert»
Stunden nach der Begegnung sei Daniel M. dann völlig aufgelöst bei ihm vor der Türe gestanden, berichtet der Zeuge weiter. «Er war völlig fertig, sagte nur ‹Es ist was Schlimmes passiert. Kann ich bei dir bleiben?›» – es sei gegen Mitternacht gewesen und müsse wohl direkt nach der Tat gewesen sein.
Offenbar fürchtete sich M. vor Marias Ex-Freund Eren T. Nach Angaben des Zeugen sagte er: «Sonst kommt der her und bringt mich um!».
M. habe schliesslich mit ihm zurück in den Wald gewollt. «Er wollte nachsehen, was mit Maria ist. Aber ich wollte nicht, hatte Angst», zitiert die «Bild» den Zeugen. So sei Daniel M. nach Neukölln zu seiner Freundin gefahren. Die schreckliche Tat hat ihn angeblich gezeichnet. «Daniel war bleich, musste sich ständig übergeben. An der linken Hand hatte er Schnittverletzungen», so die Mutter der Freundin.
Maria versuchte brennend zu fliehen
Eren T. und sein Kumpel Daniel M. sollen die hochschwangere Maria in das Waldstück gelockt oder verschleppt haben. Danach soll T. der Frau ein Messer in den Bauch gestochen haben, während M. sie festhielt. Anschliessend setzten sie Maria bei lebendigem Leibe in Brand. Sie soll noch versucht haben zu flüchten.
Mittlerweile sitzen der 19-jährige Eren T. und sein Komplize Daniel M. wegen Mordes in U-Haft. Letzterer gestand die Tat, der Hauptverdächtige T. hingegen schweigt noch immer. Den beiden droht bis zu 15 Jahren Haft.
Eren T. ist der Vater des ungeborenen Kindes. Nach «Bild»-Angaben hätte das Mädchen Dilaria geheissen.