ProstitutionMenschenhandel – zwei Baslerinnen in U-Haft
Zwei Baslerinnen (60 und 62) sollen in Thailand Frauen angeworben haben, um sie in der Schweiz anschaffen zu lassen. Ein Teil der Einkünfte floss in ihre eigene Tasche.

In der Ochsengasse wurde eine Liegenschaft durchsucht. Dabei wurden zwei Frauen wegen Menschenhandels festgenommen.
Kein Anbieter/Google StreetviewDie Staatsanwaltschaft Basel-Stadt gab am Dienstagmorgen bekannt, dass sie zwei Frauen aufgrund des Verdachts des Menschenhandels festgenommen hat. Aufgrund verschiedener Hinweise setzte die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft vor einiger Zeit eine Sonderkommission ein.
Nach umfangreichen Ermittlungen wurde in den letzten Tagen eine Liegenschaft in der Ochsengasse durchsucht, in der sich verschiedene Salons befinden. Dabei wurden zwei Frauen festgenommen, mehrere Personen kontrolliert und verschiedene Unterlagen beschlagnahmt.
Prostituierte mussten Einkünfte abgeben
Die beiden mutmasslichen Täterinnen sollen in Thailand Frauen angeworben haben, um diese in der Schweiz als Prostituierte arbeiten zu lassen. Die in Basel wohnhaften Frauen bezahlten für Vermittlung, Reise und Unterkunft mehrere tausend Franken. Diese Auslagen mussten sie wieder zurückerstatten. Die Prostituierten lieferten in der Folge einen Teil ihrer Einkünfte an die beiden Baslerinnen ab.
Die Festgenommenen sind Schweizerinnen mit Migrationshintergrund im Alter von 60 und 62 Jahren. Das Zwangsmassnahmengericht verfügte zwischenzeitlich Untersuchungshaft. Die Ermittlungen erfolgten in Kooperation mit verschiedenen anderen Kantonen.