Angst vor AusschreitungenPegida sagt unbewilligte Demo in Basel ab
Pegida Schweiz hat am Montagmorgen ihre für Mittwoch angesetzte Kundgebung auf dem Marktplatz abgeblasen. Die Sicherheit der Bevölkerung sei nicht gewährleistet.

Auf Facebook begründete Pegida Schweiz am Montag die Absage der geplanten Demo vom Mittwoch.
Kein Anbieter/Screenshot FacebookDie Organisatoren der behördlich nicht bewilligten Basler Pegida-Kundgebung, die am Mittwoch hätte stattfinden sollen, haben am Sonntag auf Facebook verkündet, dass die Demo nicht stattfinden wird. Am Montagvormittag lieferte der Vorstand um Mike Spielmann eine ausführliche Begründung nach.
Nachdem in den vergangen Tagen und Wochen bekannt wurde, dass auch gewaltbereite, rechtsradikale Gruppierungen in Basel aufmarschieren wollten, kamen die Organisatoren der Kundgebung zum Schluss, dass die Sicherheit der Bevölkerung nicht gewährleistet werden könne. «Ich bedaure sehr, diesen Schritt gehen zu müssen», schreibt Pegida-Schweiz-Präsident Mike Spielmann. Die Verantwortung für die drohende Eskalation, die zum Rückzieher führte, schiebt er aber auf die Polizei. «Das unfaire und absolut unprofessionelle Verhalten von Seiten der Justizbehörde hat zu diesen Umständen geführt.»
Rechtsradikale im Parlament?
Nicht bekannt ist, ob der Basler Politquerulant Eric Weber demonstrieren wird. Der Grossrat figurierte offiziell als Gesuchsteller der unbewilligten Pegida-Kundgebung. Die Polizei hatte die Bewilligung entzogen, nachdem sich gewaltbereite Gruppierungen angekündigt hatten. Erst am Sonntag teilte Weber mit, dass er am Mittwochnachmittag prominente Rechtsradikale aus halb Europa im Rathaus empfangen werde.
Pegida Schweiz ist nach wie vor entschlossen, in der Schweiz zu demonstrieren. Man habe nun einen Anwalt eingeschaltet, der Kundgebungsgesuche für die Gruppierung anmelde.