FilmparodieBasler Museum bekam Ärger mit Hollywood
Das Naturhistorische Museum wirbt derzeit mit einer Parodie des Films «Nachts im Museum» für seine Abendangebote. Dass dabei auch die Produktionsfirma veräppelt wurde, ging dieser zu weit.
Das heikle Intro wurde entfernt: Mit dieser Parodie des Hollywood-Blockbusters wirbt das Naturhistorische Museum Basel für Abend-Events. (Video: nmbs.ch/Fadeout)
Das Naturhistorische Museum Basel möchte seine Abendangebote bekannter machen und liess dazu einen Videoclip produzieren. Anstelle eines konventionellen Werbefilms setzte man auf eine kurze Parodie des Blockbusters «Nachts im Museum». Der Basler Schauspieler Joel von Mutzenbecher mimt darin Ben Stillers Part als Museumswache-Anwärter. Beim Intro des Streifens haben sich die Macher allerdings die Finger verbrannt.
Nachdem das Video auf Facebook innert zwei Tagen knapp 100'000-mal angeschaut wurde, bekam das Museum ein böses Telefon aus Hollywood. Der Produktionsfirma von «Nachts im Museum» 20th Century Fox ging das Intro zu weit. «Dass ihr Logo mit einem Baslerstab nachgebaut wurde, ging nicht», erklärt Museumsdirektor David Alder auf Anfrage.
Das Video, das zumindest in der Region Basel viral ging, wurde prompt entfernt. «Ja, es lief wirklich sehr gut», sagt Alder. Am Donnerstag legte das Museum nach mit einem Video, aus dem das Intro entfernt wurde. Allerdings wurde es nur noch diskret auf Youtube platziert. «Die erste grosse Welle war ohnehin schon durch, auf Facebook rutscht so etwas ja ganz schnell nach unten», erklärt Alder.
Museum wusste um das Risiko
Die Parodie selbst, deren Cast geballte Basler Schauspielprominenz versammelt und in der auch Ex-FCB-Präsident Bernhard Heusler einen Auftritt als Museumsexponat hat, war für die Hollywood-Produktionsfirma kein Problem. «Sie fanden sie sogar gut», so Alder. Dass das Intro aber zum Problem werden könnte, damit hatte das Museum allerdings gerechnet. Das sei im Vorfeld mit einem Juristen abgeklärt worden. Dabei sei auch klar geworden, dass rechtlich Interpretationsspielraum bestehe. «Wir sagten uns, wir riskieren es.»