Verschollener Forscher wäre 60Bruno Manser mit Spinne und Kröte geehrt
Der seit 14 Jahren im malaysischen Urwald verschollene Basler Umweltaktivist Bruno Manser könnte heute seinen 60. Geburtstag feiern. Nun tragen zwei Regenwald-Tiere seinen Namen.
Im Mai 2000 verschwand der Basler Regenwald-Aktivist Bruno Manser auf der Insel Borneo spurlos. Dort hatte er während mehrerer Jahre gemeinsam mit Eingeborenen gelebt und deren Sprache und Kultur erforscht. Gleichzeitig setzte er sich gegen die Abholzung des Regenwalds ein.
Fünf Jahre nach seinem Verschwinden erklärten ihn die Basler Behörden für verschollen. Wie die NZZ schreibt, hielten sich danach Gerüchte, wonach der vom malaysischen Staat mit einem Einreiseverbot belegte Manser im Urwald untergetaucht sei.
Aposphragisma brunomanseri
Am 25. August 2014 hätte der Aktivist, der auch schon mit einem motorisierten Gleitschirm über die malaysiche Provinzhauptstadt flog, um ein Treffen mit dem örtlichen Chefminister zu bewirken, seinen 60. Geburtstag gefeiert.
Um an Mansers Schicksal zu erinnern, hat ihm das Naturhistorische Museum Bern nun zwei bisher unbeschriebene Tierarten aus dem Regenwald von Borneo gewidmet. Die Bruno-Manser-Spinne (Aposphragisma brunomanseri) wurde noch zu Lebzeiten Mansers gefunden, aber erst jetzt beschrieben. Beim zweiten Manser-Tier handelt es sich um eine schwarze Bachkröte, auf die ein Berner Forscher im Pulong-Tau-Nationalpark gestosssen ist, dem Gebiet, wo der Umweltaktivist verschwand.