Unser und Ueli machen gemeinsame Sache

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Neues Basler BierUnser und Ueli machen gemeinsame Sache

Die Brauer von Unser Bier und Ueli Bier reichen sich brautechnisch die Hand: «Hopferusch» ist das jüngste Kind der Gerstensaft-Kultur Basels.

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Luzius Bosshard, Chef von Unser Bier und Anita Treml, Geschäftsführerin von Ueli Bier, treffen sich in der symbolischen Mitte ihrer Brauereien: auf der Mittleren Brücke.
Die Ueli- und Unser-Braumeister haben zusammen ein Bier gebraut. Der hopfige Gerstensaft «Hopferusch» ist ab 21. Februar in ausgesuchten Coop Filialen erhältlich.
Die lokalen Brauereien machen immer wieder mit aussergewöhnlichen Kreationen auf sich aufmerksam. Unser Bier mischte 2015 für ein Kaffee-Bier 2000 Espressi in ihren Sud.
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Luzius Bosshard, Chef von Unser Bier und Anita Treml, Geschäftsführerin von Ueli Bier, treffen sich in der symbolischen Mitte ihrer Brauereien: auf der Mittleren Brücke.

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Basler Biertrinker, die gerne lokale Unternehmen unterstützen, kennen Unser Bier und Ueli Bier als eigentliche Konkurrenten. In den meisten Baizen steht jeweils nur einer der beiden Namen am Zapfhahn.

Die zwei bekanntesten Brauereien der Stadt haben nun die Köpfe zusammengesteckt und wollen mit einem gemeinsamen Bier ein Zeichen setzen. «In Basel gibt es mittlerweile eine ungemein gute Bierkultur», so Luzius Bosshard, der die Fäden bei Unser Bier in der Hand hält. «Da wollten wir zwei als grösste Marken auf dem Platz etwas Neues wagen», erzählt er, wie es zur Bier-Union gekommen ist.

«Hopferusch» ist das Resultat der Kurzzeit-Ehe. Der hopfige Trunk kommt in der Flasche mit schlichtem braun-orangem Etikett daher. «Es ist ein traditionelles Bier», so Anita Treml, Geschäftsführerin der Fischerstube, die das Ueli Bier braut. Beide hoffen, dass die Hopfen-Note eine gewisse Aufmerksamkeit bei den Geniessern generiert. «Das Hopfige ist gerade trendy», weiss Bosshard. Der Hopferusch wurde mit drei verschiedenen ausgefallenen Hopfen- und Malzsorten gebraut – und verfeinert durch Naturhopfen im Tank. Daher auch der Name.

Junge lieben lokales Bier

Die Geschäftsinhaber beobachten die Entwicklungen an der Basler Bier-Front mit Freude. «Junge Menschen haben vermehrt Interesse an Bier», weiss der Unser-Chef. Gerne würden diese auch etwas mehr ausgeben, um lokale Namen zu unterstützen. «Das ist eine wunderschöne Entwicklung.»

Im Nachhinein blicken die beiden positiv auf die gemeinsame Zeit. «Es war intensiv. So ein Bier ist keine Hoppla-Hop-Geschichte», sagt Treml. Profitiert hätten vor allem die Braumeister vom Wissen des Gegenübers. «Es war spannend zu sehen, wie die bei Unser ticken. Wichtige Geheimnisse und eigene Rezepte wurden natürlich nicht verraten», lacht sie. Sie und Bosshard sind sich einig: «Eine weitere Co-Produktion ist nicht ausgeschlossen.»

67 Hektoliter sind bereits in Flaschen abgefüllt. Ab dem 21. Februar kann das Bier in der Region Basel unter anderem in ausgewählten Coop-Filialen und bei Manor gekauft werden.

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