Gemeinderat streicht Reitschule die Gelder

Aktualisiert

Krawall-SanktionenGemeinderat streicht Reitschule die Gelder

Nach den Gewaltexzessen vom vergangenen Wochenende greift der Berner Gemeinderat durch: Er will den Reitschülern den Geldhahn zudrehen.

miw/nc
von
miw/nc

Grosse kriminelle Enerige der Täter habe zu den Reitschul-Krawallen vom vergangenen Wochenende geführt. Aber auch das Sicherheitskonzept des Betriebs habe versagt, hält der Berner Gemeinderat nach seiner Krisensitzung am Donnerstagnachmittag fest. Deshalb sollen die Reitschüler nun bestraft und mit Druckmitteln zum Handeln gezwungen werden.

Die Mietkosten von 320'000 Franken und die Nebenkostenbeiträge von 60'000 Franken werden von der Stadt vorerst nicht mehr übernommen. Die Interessensgemeinschaft Kulturraum Reitschule (IKuR) muss damit die anfallenden 380'000 Franken aus der eigenen Tasche bezahlen – dies so lange, bis das Sicherheitskonzept «nachgebessert» worden ist. «Je länger sie sich dafür Zeit lassen, desto teurer kommt es sie zu stehen», sagt Gemeinderat Reto Nause. Der Gemeinderat hat empfohlen den Leistungsvertrag dahin zu sistieren.

Sicherheitskonzept veröffentlicht

Erst im vergangenen Dezember hatte Regierungsstatthalter Christoph Lerch das Sicherheitskonzept der Ikur durchgewinkt worden. Lerch selbst hat am Donnerstag ebenfalls reagiert und das bislang geheime Sicherheitskonzept der Reitschule öffentlich gemacht. Er hofft damit «einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion rund um das Thema Sicherheit in der Berner Reitschule zu leisten.» Das geheime Konzept hatte diese Woche für Diskussionen gesorgt. So berichtete die «Berner Zeitung», dass die Regelungen für die Reitschule im Gegensatz zu jenen für die Aarbergergasse nicht öffentlich sind.

Doch auch Gemeinderat Alexandre Schmidt und Stadtpräsident Alexander Tschäppät müssen erneut an die Arbeit: Schmidts Direktion wurde beauftragt, die baulichen Massnahmen, mit denen der Zugang zum Reitschul-Dach verhindert werden soll, unverzüglich zu erneuern. Von da aus hatten die Chaoten Steine auf die Polizisten geworfen. Tschäppät als Verantwortlicher für das Reitschul-Dossier wird, beauftragt, unverzüglich mit den Verantwortlichen der Reitschule ausserordentliche Gespräch zu führen.

Die Reitschule selbst hat für Freitag eine Medienkonferenz angekündigt.

Deine Meinung zählt